Berufe vergleichen

Welcher Fahrberuf passt zu dir?

Du fährst gerne und möchtest daraus deinen Beruf machen? Bus, Straßenbahn, Lok, Lkw und Taxi bieten unterschiedliche Aufgaben und Einstiegswege. Hier vergleichst du fünf Fahrberufe nach Gehalt, Ausbildung und Arbeitsalltag und findest heraus, welche Unterschiede für dich zählen.

Redaktion WelcherBerufGeprüft am 26. Oktober 2026
Eine Straßenbahnfahrerin sitzt im Führerstand und blickt durch die Frontscheibe auf die Gleise im Betriebshof.
KI-generiertes Symbolbild.

Ein großes Fahrzeug sicher ans Ziel bringen, eine vertraute Strecke immer besser kennenlernen oder unterwegs Menschen begegnen: Am Fahren können ganz unterschiedliche Dinge Freude machen. Was dich daran reizt, ist ein guter Ausgangspunkt. Denn zwischen einer Stadtlinie, einem Güterzug und einer Taxifahrt liegen Arbeitswelten, die du vor deiner Entscheidung kennenlernen kannst.

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Welche Fahrberufe gibt es und was passt zu dir?

Für deine erste Auswahl hilft eine einfache Frage: Möchtest du Menschen oder Waren befördern? Im Personenverkehr gehören Fahrgastkontakt und Hilfe bei Fragen oder Störungen dazu. Im Güterverkehr beschäftigst du dich stärker mit Ladung und Lieferabläufen. Diese fünf Berufe zeigen dir die wichtigsten Unterschiede auf Straße und Schiene.

BerufWas machst du?Was könnte dich daran reizen?
BusfahrerDu steuerst einen Bus durch den Straßenverkehr, hilfst Fahrgästen und hältst Kontakt zur Leitstelle.Du möchtest Menschen befördern und ein großes Fahrzeug auch in engen Straßen sicher führen.
StraßenbahnfahrerDu fährst auf einem festen Schienennetz, bedienst Haltestellen und reagierst auf Verkehr und Störungen.Dich reizt der Nahverkehr auf Schienen. Du möchtest ein Streckennetz und seine Besonderheiten genau kennenlernen.
LokführerDu bereitest einen Zug vor und steuerst ihn anhand von Signalen und betrieblichen Vorgaben.Du interessierst dich für Eisenbahntechnik und kannst lange konzentriert beobachten und entscheiden.
Lkw-FahrerDu transportierst Waren, kontrollierst Fahrzeug und Ladung und übernimmst Lieferpapiere.Du möchtest Güter befördern. Je nach Tour arbeitest du regional oder bist mehrere Tage unterwegs.
TaxifahrerDu bringst einzelne Fahrgäste ans Ziel, unterstützt beim Einsteigen und rechnest die Fahrt ab.Dir liegt der direkte Kontakt zu wechselnden Menschen. Du findest dich im Verkehr und bei verschiedenen Zielen zurecht.

Du möchtest im Verkehr arbeiten, aber nicht den ganzen Tag fahren? In Logistik und Transport findest du auch Berufe in Lager, Planung und Organisation. Zum Beispiel koordiniert ein Speditionskaufmann Transporte vom Büro aus.

Was verdienst du in den Fahrberufen?

Die folgende Übersicht zeigt typische Bruttomonatsgehälter angestellter Vollzeitbeschäftigter. Beim mittleren Wert verdient eine Hälfte weniger und die andere mehr. Er ist deshalb ein Ausgangspunkt für den Vergleich, während ein konkretes Stellenangebot dir zeigt, womit du selbst rechnen kannst.

BerufTypisches Brutto / MonatMittlere Hälfte der Gehälter
Busfahrer3.733 €3.403 € bis 4.118 €
Straßenbahnfahrer3.733 €3.403 € bis 4.118 €
Lokführer4.251 €3.889 € bis 4.779 €
Lkw-Fahrer3.196 €2.743 € bis 3.787 €
Taxifahrer2.365 € (älterer Vergleichswert)1.940 € bis 2.821 €

Quelle: Entgeltatlas, Datenjahr 2025. Bus- und Straßenbahnfahrer gehören zur selben Statistikgruppe und haben deshalb hier dieselben Werte. Die genaue statistische Zuordnung, regionale Angaben und Quellen stehen in den Berufsprofilen. Die Gehaltsspanne zeigt die mittlere Hälfte der erfassten Beschäftigten und keine Einstiegs- oder Seniorgehälter.

Beim Taxi liegt ein älterer Vergleichswert vor. Für ein heutiges Angebot zählen der vereinbarte Stundenlohn und die Arbeitszeit. Der Umsatz eines selbstständigen Taxibetriebs lässt sich mit den Gehältern angestellter Fahrer nicht vergleichen: Davon gehen unter anderem Fahrzeug- und Betriebskosten ab.

Grundgehalt, Zuschläge und Spesen auseinanderhalten

Eine höhere Monatszahlung kann durch mehr Arbeitsstunden, Nachtdienste oder Wochenendarbeit entstehen. Vergleiche deshalb zuerst das Grundgehalt bei gleicher Wochenarbeitszeit. Danach siehst du dir an, welche Zuschläge für die vorgesehenen Dienste hinzukommen.

Im Lkw-Verkehr können außerdem Spesen gezahlt werden, etwa für Verpflegungsmehraufwand bei auswärtigen Einsätzen. Betrachte sie gesondert vom Lohn. Wenn du zwei Angebote nebeneinanderlegst, sollten Grundgehalt, Wochenstunden, Zuschläge und solche Erstattungen jeweils eine eigene Zeile bekommen.

Wie wirst du Busfahrer, Lokführer oder Lkw-Fahrer?

In viele Fahrberufe führen zwei Wege: eine reguläre Berufsausbildung nach der Schule oder eine Qualifizierung für Menschen, die bereits aus einem anderen Beruf kommen. Für die Entscheidung zählt, welchen Abschluss du erreichen möchtest und für welchen Fahrdienst du anschließend ausgebildet bist.

Eine dreijährige Ausbildung als Grundlage

Die Ausbildung zum Berufskraftfahrer dauert drei Jahre und führt in den Güterverkehr oder die Personenbeförderung. Als Fachkraft im Fahrbetrieb lernst du ebenfalls drei Jahre. Neben dem Fahren gehören dort beispielsweise die Betreuung von Fahrgästen und die Organisation des Betriebs dazu. Für die Eisenbahn gibt es die dreijährige Ausbildung Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport.

Du lernst jeweils im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Wenn du noch am Anfang deiner Berufswahl stehst, kannst du so das Fahrzeug, die Abläufe und das Unternehmen Schritt für Schritt kennenlernen. Der Ratgeber Vorstellungsgespräch für die Ausbildung hilft dir, deine Fragen an einen Ausbildungsbetrieb vorzubereiten.

Quereinstieg mit betrieblicher Qualifizierung

Verkehrsbetriebe und Bahnunternehmen bieten auch einen Einstieg aus anderen Berufen an. Du lernst für den vorgesehenen Fahrdienst und legst die notwendigen Prüfungen ab. Wie lange das dauert, welche Vorkenntnisse verlangt werden und was du währenddessen verdienst, steht im jeweiligen Angebot. Bei der Deutschen Bahn findest du solche Wege für angehende Lokführer.

Für Bus und Lkw gehören die passende Fahrerlaubnis und die erforderliche Berufskraftfahrerqualifikation zum Zugang. Ein Arbeitgeber kann Teile davon im Einstiegsprogramm organisieren. Beim Straßenbahnfahren wirst du für das jeweilige Fahrzeug und Streckennetz geschult. Frage vor einer Zusage, wer die Kosten trägt und welche vertraglichen Bindungen mit der Qualifizierung verbunden sind.

Als Taxifahrer einsteigen

Für die Arbeit als Taxifahrer ist keine bestimmte Berufsausbildung vorgeschrieben. Du brauchst die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, oft P-Schein genannt. Zu den Voraussetzungen gehören nach § 48 FeV unter anderem das erforderliche Mindestalter, ausreichender Führerscheinbesitz und Nachweise zur Eignung. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde erklärt dir das Verfahren einschließlich des Fachkundenachweises.

Überlege dabei, ob du angestellt fahren oder einen eigenen Betrieb führen möchtest. Für eine Selbstständigkeit kommen die unternehmerischen Voraussetzungen hinzu. Das Taxifahrer-Profil ordnet die unterschiedlichen Einstiegsfragen ein.

Welcher Arbeitsalltag liegt dir?

Die Fahrzeuggröße sagt wenig darüber aus, wie sich eine Arbeitswoche anfühlt. Fahrgastkontakt, Einsatzgebiet und Dienstplan machen oft den größeren Unterschied. Denke deshalb an einen gewöhnlichen Arbeitstag und nicht nur an die Fahrt, die du besonders reizvoll findest.

Menschen im Nahverkehr begleiten

Im Bus erlebst du viele Fahrgäste direkt beim Einstieg. Du beantwortest Fragen und musst auch dann ruhig reagieren, wenn es im Straßenverkehr eng oder im Fahrzeug unruhig wird. In der Straßenbahn steuerst du ein an Schienen gebundenes Fahrzeug und beobachtest den Fahrweg besonders aufmerksam. Auch hier gehören Fahrgastinformationen und das Handeln bei Störungen dazu.

Feste Linien können dir gefallen, weil du die Strecke mit der Zeit genau kennst. Sie bedeuten allerdings auch Fahrten am frühen Morgen, spät am Abend oder am Wochenende. Die BVG nennt den Schichtdienst ausdrücklich als Voraussetzung für den Einstieg in den Straßenbahnfahrdienst.

Konzentriert arbeiten und unterwegs sein

Als Lokführer richtest du deine Aufmerksamkeit auf Signale, Fahrzeuganzeigen und den Fahrweg. Personen-, Güter- und Rangierverkehr unterscheiden sich in den Abläufen. Ob du regelmäßig an denselben Ort zurückkehrst oder auswärts übernachtest, hängt vom Einsatz ab.

Auch beim Lkw lohnt sich diese Unterscheidung: Eine regionale Liefertour kann täglich zum Standort zurückführen, während du im Fernverkehr länger unterwegs bist. Zum Fahren kommen Fahrzeugkontrollen, Ladungssicherung und die Übergabe der Ware. Wenn dich vor allem die freie Fahrt reizt, lerne auch diese Stand- und Arbeitszeiten kennen.

So kommst du von zwei Favoriten zu einer Entscheidung

Nimm zuerst zwei Berufe in die engere Wahl und vergleiche anschließend passende Angebote in deiner Region. So erkennst du, ob ein Unterschied zum Beruf gehört oder zum einzelnen Arbeitgeber. Das folgende erfundene Beispiel zeigt, wie eine solche Entscheidung aussehen kann.

Beispiel: Bus oder Straßenbahn?

Lea arbeitet bisher im Einzelhandel. Sie mag den Kontakt zu Menschen und möchte lieber ein Fahrzeug führen als den ganzen Tag im Laden stehen. Sie interessiert sich für Bus und Straßenbahn. Nach der Schicht möchte sie zu Hause sein, wechselnde Anfangszeiten kann sie einrichten.

Beide Berufe bleiben zunächst in ihrer Auswahl: Fahrgastkontakt gibt es in beiden, ebenso Schichtdienst. Die bundesweite Gehaltsstatistik hilft ihr bei dieser Abwägung wenig, weil Bus und Straßenbahn dieselbe Gruppe teilen. Jetzt vergleicht sie zwei örtliche Einstiegsangebote und notiert den Betriebshof, den frühesten Dienstbeginn, das Grundgehalt und die Bezahlung während der Schulung.

Angenommen, den Busbetriebshof erreicht sie auch vor dem Frühdienst, den Straßenbahnbetriebshof zu dieser Uhrzeit nicht. Dann ist der Busfahrdienst für ihre aktuelle Situation die praktikablere Wahl. Bevor sie zusagt, klärt sie noch, wie oft sehr frühe Dienste anfallen und ob sie beim Kennenlernen einen Einblick in den Arbeitsalltag bekommen kann.

Übertrage das auf deine zwei Favoriten: Welche Aufgabe möchtest du wirklich machen? Welche Arbeitszeit kannst du dauerhaft einrichten? Und wie kommst du zum ersten Dienst an den Einsatzort? Mit diesen Antworten wird aus einem allgemeinen Berufswunsch eine Auswahl, die in dein Leben passt.

Wenn du noch keine zwei Favoriten hast, hilft dir unser Ratgeber zur Berufswahl. Möchtest du aus einem bestehenden Job wechseln, kannst du mit Beruf wechseln deinen nächsten Schritt planen.

Häufige Fragen

Diese Antworten helfen dir bei Fragen, die bei der Auswahl eines Fahrberufs häufig auftauchen.

Kann ich ohne Berufsausbildung Busfahrer werden?

Ja, über einen betrieblichen Quereinstieg ist das möglich. Welche bisherigen Abschlüsse ein Arbeitgeber verlangt, steht in seinem Angebot. Für den späteren Fahrdienst brauchst du die passende Fahrerlaubnis und die erforderliche Berufskraftfahrerqualifikation. Manche Programme organisieren diesen Erwerb im Rahmen der Schulung.

Verdient man als Busfahrer oder Straßenbahnfahrer mehr?

Die hier verwendete Entgeltatlas-Statistik fasst beide Berufe zusammen und zeigt deshalb denselben Wert. Für deine Entscheidung sind die Angebote der Arbeitgeber aussagekräftiger: Vergleiche das Grundgehalt bei gleicher Wochenarbeitszeit und anschließend die Zuschläge für deine Dienste.

Bei welchem Fahrberuf bin ich jeden Tag zu Hause?

Örtlicher Bus- und Straßenbahnverkehr sowie regionale Lkw-Touren kommen dafür infrage. Auch Bahnangebote können entsprechend zugeschnitten sein. Schau auf den Einsatzort und die vorgesehenen Touren. Tägliche Heimkehr kann mit Nacht-, Wochenend- und sehr frühen Diensten verbunden sein.

Brauche ich als Taxifahrer eine dreijährige Ausbildung?

Nein. Für den Einstieg als angestellter Taxifahrer ist keine bestimmte Berufsausbildung vorgeschrieben. Erforderlich ist die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung mit den zugehörigen Voraussetzungen. Wenn du einen eigenen Taxibetrieb führen möchtest, kommen unternehmerische Anforderungen hinzu.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Lokführer?

Die anerkannte Ausbildung Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport dauert drei Jahre. Daneben gibt es betriebliche Qualifizierungen für Quereinsteiger. Deren Dauer hängt vom vorgesehenen Einsatz und vom Programm des Unternehmens ab.

Quellen und Datenstand

Redaktionell geprüft am 26. Oktober 2026. Die Gehälter werden aus unseren Berufsprofilen übernommen. Arbeitgeberseiten dienen als Beispiele für Einstiegswege und Arbeitsbedingungen. Verfügbare Stellen und die Konditionen einzelner Angebote können sich ändern.