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Lagerlogistiker / Lagerlogistikerin

Logistik & TransportStabilKI-Risiko: Hoch

Einstiegsgehalt

24.000 €

Median-Gehalt

33.000 €

Senior-Gehalt

45.000 €

KI-Risiko-Score

72/100

Überblick

Lagerlogistiker sorgen dafür, dass Waren rechtzeitig am richtigen Ort sind: Sie nehmen Güter an, lagern sie ein, kommissionieren Bestellungen und versenden sie. Das Berufsbild ist systemrelevant, aber von Automatisierung durch Lagerroboter und KI-Systeme stark betroffen – eine ehrliche Bestandsaufnahme ist wichtig.

Gehalt & Vergütung

Einstieg

24.000 €

/ Jahr (brutto)

Senior

45.000 €

/ Jahr (brutto)

Gehalt nach Region

Bayern / München
38.000 €
Baden-Württemberg
37.000 €
Hessen / Frankfurt
36.000 €
NRW
33.000 €
Berlin
30.000 €
Sachsen / Ost
25.000 €

Ausbildungswege

Ausbildung2 Jahre

Fachkraft für Lagerlogistik

2-jährige duale Ausbildung – Einstieg ohne Abitur möglich. Vermittelt Lagerverwaltung, Gefahrgutrecht und Logistiksoftware.

Ausbildung2 Jahre

Fachlagerist/in

2-jährige Ausbildung als Einstiegsniveau. Guter Startpunkt für spätere Weiterbildung zur Fachkraft oder Meister.

Weiterbildung1–2 Jahre

Geprüfte/r Logistikmeister/in

Aufstiegsfortbildung für Schichtleitung und Lagerleitung. Deutliche Gehaltsverbesserung möglich.

Typische Aufgaben

Waren annehmen, prüfen und einlagern
Kommissionieraufträge bearbeiten
Gabelstapler und Flurförderzeuge bedienen
Inventuren und Bestandskontrollen durchführen
Lieferscheine und Frachtpapiere bearbeiten
Lagerverwaltungssysteme (WMS) bedienen
Verpackungen und Versandvorbereitung durchführen
Gefahrgut-Vorschriften einhalten

KI-Risiko-Analyse

KI-Risiko-Score: Lagerlogistiker

Automatisierte Hochregallager, Kommissionierroboter und autonome Transportsysteme werden bis 2030 einen Großteil der manuellen Lagerarbeit übernehmen. Händische Kommissionierung im Kleinmengenbereich und komplexe Waren bleiben länger menschlich.

Routinetätigkeit

Soziale Kompetenz

Digitalisierung

72

von 100 · Hohes KI-Risiko

Risikofaktor Routinetätigkeit: Lagerprozesse folgen klaren Systemen und Scanaufgaben; eigenständige Entscheidungen sind kaum gefragt.

Risikofaktor Soziale Kompetenz: Teamarbeit im Lager und Kommunikation mit Fahrern erfordern grundlegende soziale Kompetenz.

Risikofaktor Digitalisierung: Lagertätigkeiten erfordern physische Präsenz; Automatisierung durch Roboter und Fördertechnik schreitet schnell voran.

Empfehlung

Aufstieg zur Schichtleitung oder Lagermeister reduziert das Automatisierungsrisiko. Weiterbildung in Logistiksoftware und Systemadministration von WMS öffnet neue Perspektiven in der Branche.

Zukunftsaussichten

Chancen

  • E-Commerce-Boom sorgt kurzfristig für hohe Nachfrage nach Lagerarbeitern
  • Einstieg ohne Abitur – schneller Berufseinstieg
  • Aufstieg zum Meister und Lagerleiter gut möglich
  • Schichtarbeit bietet Zuschläge und erhöht effektives Einkommen

Risiken

  • Hohe Automatisierung durch Lagerroboter bis 2030 prognostiziert
  • Körperlich sehr belastend – Rücken, Knie, Monotonie
  • Gehalt im unteren Bereich, geringe Aufstiegsperspektive ohne Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient ein Lagerlogistiker?

Einsteiger verdienen rund 24.000 € jährlich, der Median liegt bei 33.000 € und Schichtleiter oder Lagermeister kommen auf bis zu 45.000 €. In Bayern sind 38.000 € möglich, in Sachsen rund 25.000 €. Schichtzuschläge erhöhen das effektive Einkommen spürbar.

Wie wird man Lagerlogistiker?

Standard ist die 2-jährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder als Fachlagerist. Aufstieg zum geprüften Logistikmeister ist berufsbegleitend in 1–2 Jahren möglich – das hebt das Gehalt deutlich an. Quereinstieg ohne Abitur ist üblich.

Was macht ein Lagerlogistiker im Alltag?

Lagerlogistiker nehmen Waren an, prüfen und lagern sie ein, bearbeiten Kommissionieraufträge und bedienen Gabelstapler. Sie führen Inventuren durch, arbeiten mit Lagerverwaltungssystemen (WMS) und bereiten Sendungen für den Versand vor. Gefahrgutvorschriften gehören zum Alltag.

Ist Lagerlogistiker ein Zukunftsberuf?

Kurzfristig ja: Der E-Commerce-Boom sorgt für hohe Nachfrage. Langfristig drohen jedoch automatisierte Hochregallager und Kommissionierroboter bis 2030 einen Großteil der manuellen Arbeit zu übernehmen. Aufstieg zur Schichtleitung reduziert das Risiko erheblich.

Wie hoch ist das KI-Risiko für Lagerlogistiker?

Der KI-Risiko-Score liegt mit 72/100 hoch – Lagerprozesse folgen klaren Systemen und sind gut automatisierbar. Weiterbildung in WMS-Administration und Logistiksoftware sowie der Aufstieg zum Lagermeister sichern die Zukunft. Händische Kommissionierung im Kleinmengenbereich bleibt vorerst menschlich.

Wo arbeiten Lagerlogistiker?

Sie sind in Logistikzentren, Verteilzentren, Speditionen und Industrielagern tätig. Häufig wird im Schichtbetrieb gearbeitet, regional konzentriert auf Logistikknoten wie das Rhein-Main-Gebiet, Hamburg und Bayern. E-Commerce-Fulfillment-Center sind die wachsenden Arbeitgeber.

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