Versicherungsmakler / Versicherungsmaklerin
Einstiegsgehalt
35.000 €
Median-Gehalt
55.000 €
Senior-Gehalt
85.000 €
KI-Risiko-Score
35/100
Überblick
Versicherungsmakler beraten Privatpersonen und Unternehmen unabhängig von einzelnen Versicherungsgesellschaften und vermitteln maßgeschneiderte Versicherungslösungen. Im Gegensatz zum Ausschließlichkeitsvertreter arbeiten sie für den Kunden, nicht für einen bestimmten Anbieter. Der Beruf bietet hohe Verdienstmöglichkeiten und unternehmerische Freiheit.
Gehalt & Vergütung
Einstieg
35.000 €
/ Jahr (brutto)
Durchschnitt
55.000 €
/ Jahr (brutto)
Senior
85.000 €
/ Jahr (brutto)
Gehalt nach Region
Ausbildungswege
Ausbildung Kaufmann/-frau Versicherungen + §34d GewO
Dreijährige Ausbildung mit anschließender IHK-Sachkundeprüfung für die Maklerzulassung. Grundlage für die selbstständige Beratungstätigkeit.
B.A. Betriebswirtschaft / Versicherungswirtschaft
Akademischer Weg für Einstieg bei großen Maklergesellschaften und komplexe Industrieversicherungen.
Typische Aufgaben
KI-Risiko-Analyse
KI-Risiko-Score: Versicherungsmakler
Vergleichsportale automatisieren einfache Privatversicherungen. Komplexe Risiken – Unternehmen, Haftung, Lebensplanung – erfordern individuelle Beratung, die KI nicht leisten kann. Der Makler bleibt der Treuhänder seines Kunden.
Routinetätigkeit
Soziale Kompetenz
Digitalisierung
von 100 · Mitteles KI-Risiko
Risikofaktor Routinetätigkeit: Der Routineanteil ist gering (25/100) – die Tätigkeit erfordert Urteilsvermögen, das KI nicht ersetzen kann.
Risikofaktor Soziale Kompetenz: Starker Sozialbedarf schützt diesen Beruf vor KI-Verdrängung – persönliche Interaktion ist ein Kernwert (20/100 Risikoexposition).
Risikofaktor Digitalisierung: KI-Werkzeuge unterstützen bereits Teile der Arbeit (45/100), vollständige Automatisierung ist aber nicht absehbar.
Spezialisierung auf Gewerbe- und Industriekunden oder biometrische Risiken (BU, Leben) bietet deutlich bessere Margen. Eigenes Maklerunternehmen mit Bestandskundenstamm hat hohen Verkaufswert.
Zukunftsaussichten
Chancen
- Bestandsprovisionssystem schafft passives Einkommen durch bestehende Kunden
- Unabhängigkeit und Selbstständigkeit mit überschaubarem Startkapital
- Komplexe Risiken (Cyber, D&O, BU) wachsen – Beratungsbedarf steigt
- Maklerbestand hat hohen Verkaufswert als Altersvorsorge
Risiken
- Einstieg dauert lange – Bestand aufzubauen braucht 3–5 Jahre
- Haftungsrisiken bei Falschberatung sind hoch
- Regulierungsdruck (IDD, DSGVO) erhöht Compliance-Aufwand
- Vergleichsportale reduzieren Provisionen in einfachen Sparten
Häufige Fragen
Was verdient ein Versicherungsmakler wirklich?
Angestellte Makler starten bei rund 35.000 € brutto, der Median liegt bei 55.000 € und selbstständige Makler mit eigenem Bestand erreichen 85.000 € und mehr. Spitzenverdiener im Industriegeschäft in München (bis 80.000 €) oder Frankfurt verdienen sechsstellig. Entscheidend ist der Bestand: Wer 1.000+ Kunden betreut, generiert Bestandsprovisionen, die auch ohne aktive Akquise weiterlaufen.
Wie werde ich Versicherungsmakler – brauche ich §34d?
Ja, die IHK-Sachkundeprüfung nach §34d GewO ist gesetzliche Pflicht. Klassischer Weg: dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen plus §34d-Prüfung. Quereinstieg ist mit der reinen Sachkundeprüfung (ca. 3–6 Monate Vorbereitung) möglich – viele Maklerpools wie Fonds Finanz oder Jung DMS unterstützen Quereinsteiger.
Worin unterscheidet sich der Makler vom Ausschließlichkeitsvertreter?
Der Vertreter (Allianz, AXA, HUK) verkauft nur Produkte seiner Gesellschaft und ist deren Erfüllungsgehilfe. Der Makler ist juristisch Sachwalter des Kunden, vergleicht Angebote aller Versicherer und haftet auch für die Auswahl der besten Lösung. Dafür hat er größere Freiheit, höhere Provisionssätze und volle unternehmerische Verantwortung.
Wie sieht der Alltag eines Maklers aus?
Du analysierst den Versicherungsbedarf von Kunden, vergleichst Angebote über Vergleichsprogramme (NAFI, Mr-Money, Smart-InsurTech), erstellst Empfehlungen und schließt Verträge ab. Im Schadenfall vertrittst du den Kunden gegen den Versicherer. Daneben Akquise, Bestandspflege, regelmäßige Vertragschecks und Compliance (IDD-Weiterbildungspflicht 15h/Jahr).
Wie stark gefährden Check24 und KI den Beruf?
Mit einem KI-Risiko-Score von 35/100 ist die Gefahr begrenzt. Standardisierte Privatversicherungen (Kfz, Hausrat, Haftpflicht) wandern zunehmend zu Vergleichsportalen. Komplexe Sparten – BU, Lebensversicherung, gewerbliche Risiken, Cyber, D&O – brauchen weiterhin individuelle Beratung und Haftungsexpertise, die kein Algorithmus liefert.
Wie baue ich mir als Makler einen Bestand auf?
Die ersten 3–5 Jahre sind hart: Bestand muss von null aufgebaut werden, das Einkommen ist anfangs schwankend. Erfolgreiche Strategien sind Spezialisierung (z. B. Ärzte, Handwerker, Cyber-Versicherung), Empfehlungsmarketing und Anschluss an einen Maklerpool für Backoffice und Provisionsabwicklung. Ein gut gepflegter Bestand hat später hohen Verkaufswert als Altersvorsorge.
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