Schornsteinfeger / Schornsteinfegerin
Einstiegsgehalt
26.000 €
Median-Gehalt
37.000 €
Senior-Gehalt
52.000 €
KI-Risiko-Score
12/100
Überblick
Schornsteinfeger reinigen und überprüfen Schornsteine, Heizungsanlagen und Feuerstätten auf Sicherheit und Effizienz. In Deutschland haben sie teils hoheitliche Aufgaben – Abgasmessungen und Feuerstättenbeschau sind gesetzlich vorgeschrieben. Der Beruf gilt als krisensicher und zukunftsstabil.
Gehalt & Vergütung
Einstieg
26.000 €
/ Jahr (brutto)
Durchschnitt
37.000 €
/ Jahr (brutto)
Senior
52.000 €
/ Jahr (brutto)
Gehalt nach Region
Ausbildungswege
Ausbildung Schornsteinfeger/in
3,5-jährige duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Inhalte: Schornsteintechnik, Feuerungsanlagen, Abgasmessungen, Brandschutz und gesetzliche Grundlagen.
Meisterprüfung Schornsteinfegerhandwerk
Voraussetzung für die Übernahme eines eigenen Kehrbezirks. Mit dem Meisterbrief kann man als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger arbeiten – wirtschaftlich sehr attraktiv.
Energieberater-Zertifizierung
Schornsteinfeger mit Energieberatungs-Zertifikat können lukrative Beratungsdienstleistungen anbieten – Wärmepumpen, Photovoltaik, Gebäudesanierung.
Typische Aufgaben
KI-Risiko-Analyse
KI-Risiko-Score: Schornsteinfeger
Schornsteinfegen ist ein typischer Präsenzberuf mit körperlicher Arbeit, Sensorik und rechtlich verbindlichen Prüfaufgaben. Automatisierung ist hier kaum realisierbar – Roboter können keine Schornsteinbeschau durchführen.
Routinetätigkeit
Soziale Kompetenz
Digitalisierung
von 100 · Niedriges KI-Risiko
Risikofaktor Routinetätigkeit: Diagnose von Abgasproblemen, Beurteilung von Anlagen und Beratung erfordern Fachwissen und Urteilsvermögen.
Risikofaktor Soziale Kompetenz: Kundenkontakt im privaten Zuhause erfordert Vertrauen, Kommunikationsfähigkeit und Zuverlässigkeit.
Risikofaktor Digitalisierung: Körperliche Handarbeit auf Dächern und in Gebäuden – nicht digitalisierbar.
Erwerb den Meistertitel und spezialisiere dich auf Energieberatung. Die Energiewende macht Schornsteinfeger zu wichtigen Beratern für moderne Heizsysteme.
Zukunftsaussichten
Chancen
- Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistungen sichern Auftragslage
- Energiewende schafft neue Aufgaben: Wärmepumpen, Pelletheizungen
- Meister mit eigenem Bezirk: sicheres, gutes Einkommen
- Fachkräftemangel im Handwerk – Azubis werden überall gesucht
Risiken
- Körperliche Belastung: Dacharbeiten, Schmutz, Enge
- Liberalisierung des Marktes belastet traditionelle Kehrbezirke
- Weniger Kaminöfen durch Gebäudesanierung langfristig möglich
Häufige Fragen
Lohnt sich der Meisterbrief als Schornsteinfeger?
Absolut. Als Geselle verdient man median 37.000 €, doch ein bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger mit eigenem Kehrbezirk kann deutlich mehr erzielen. Die 1–2-jährige Meisterausbildung wird über das Aufstiegs-BAföG gefördert und ist der einzige Weg zur hoheitlichen Tätigkeit mit eigenem Bezirk.
Warum hat der Schornsteinfeger in Deutschland hoheitliche Aufgaben?
Feuerstättenschau und Abgasmessungen sind gesetzlich vorgeschrieben – das Schornsteinfegerhandwerksgesetz verpflichtet jeden Eigentümer zur regelmäßigen Überprüfung. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger führt diese Pflichtprüfungen im Auftrag des Staates durch, was die Auftragslage unabhängig von Konjunktur absichert.
Welche neuen Aufgaben bringt die Energiewende?
Schornsteinfeger werden zunehmend zu Energieberatern: Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solaranlagen müssen abgenommen und beurteilt werden. Mit einer Energieberater-Zertifizierung (Dauer: mehrere Monate) können Betriebe lukrative Beratungsdienstleistungen rund um Gebäudesanierung anbieten.
Wie krisensicher ist der Beruf wirklich?
Sehr krisensicher. Das KI-Risiko liegt bei nur 12/100 – Dacharbeiten, Abgasmessungen und Feuerstättenschau erfordern physische Präsenz und können weder automatisiert noch digitalisiert werden. Auch Wirtschaftsabschwünge ändern nichts an der gesetzlichen Pflicht zur Wartung.
Wie unterscheiden sich die Gehälter regional?
Die Spanne reicht von 28.000 € in Ostdeutschland bis 44.000 € in München – ein Unterschied von rund 57 %. Meister mit eigenem Kehrbezirk sind von Regionen weniger abhängig, weil die Pflichtnachfrage flächendeckend gilt. Der Aufbau eines eigenen Betriebs lohnt sich besonders in Bayern und Baden-Württemberg.
Wie körperlich belastend ist der Beruf auf Dauer?
Der Beruf ist körperlich fordernd: Dacharbeiten, Arbeiten in engen Schächten und Schmutz gehören zum Alltag. Wer den Meister macht und in die Betriebsführung oder Energieberatung wechselt, kann die körperliche Belastung deutlich reduzieren. Schutzausrüstung und moderne Reinigungsgeräte haben die Arbeit jedoch spürbar verbessert.
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