Dachdecker / Dachdeckerin
Einstiegsgehalt
27.000 €
Median-Gehalt
38.000 €
Senior-Gehalt
53.000 €
KI-Risiko-Score
10/100
Überblick
Dachdecker schützen Gebäude vor Wind und Wetter: Sie decken Dächer ein, dämmen und dichten ab – und montieren zunehmend Photovoltaikanlagen. Durch den Bauboom und die Energiewende ist die Nachfrage dauerhaft hoch. Das Handwerk ist körperlich fordernd, aber krisensicher und gut bezahlt.
Gehalt & Vergütung
Einstieg
27.000 €
/ Jahr (brutto)
Durchschnitt
38.000 €
/ Jahr (brutto)
Senior
53.000 €
/ Jahr (brutto)
Gehalt nach Region
Ausbildungswege
Dachdecker/in
3-jährige duale Ausbildung im Betrieb und Berufsschule. Drei Fachrichtungen: Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Einstieg mit Hauptschulabschluss möglich.
Dachdeckermeister
Meisterabschluss für Betriebsgründung, Ausbildungsrecht und Führungsverantwortung. Zuschüsse über Aufstiegs-BaföG möglich.
Solarteur / Photovoltaik-Monteur
Zertifikatslehrgang für PV-Montage auf Dächern – sehr gefragtes Zusatzprofil durch die Energiewende.
PV-Kurse auf Udemy →Typische Aufgaben
KI-Risiko-Analyse
KI-Risiko-Score: Dachdecker
Dachdecker arbeiten auf unregelmäßigen Dachflächen unter wechselnden Witterungsbedingungen – Aufgaben, die Roboter auf absehbare Zeit nicht übernehmen können. Die Energiewende sorgt für zusätzliche, nicht automatisierbare Arbeit.
Routinetätigkeit
Soziale Kompetenz
Digitalisierung
von 100 · Niedriges KI-Risiko
Risikofaktor Routinetätigkeit: Materialauswahl, Reparaturentscheidungen und Einschätzung von Gebäudesubstanz erfordern handwerkliches Erfahrungsurteil.
Risikofaktor Soziale Kompetenz: Kundenkontakt zur Auftragsabstimmung und Kommunikation mit Kollegen auf der Baustelle sind regelmäßig nötig, jedoch überwiegend sachbezogen.
Risikofaktor Digitalisierung: Dacharbeiten in exponierten Lagen, bei wechselnden Wetterbedingungen und auf unterschiedlichen Gebäudetypen lassen sich nicht automatisieren.
Weiterqualifikation als Solarteur sichert langfristige Beschäftigung und steigert das Gehalt deutlich. Meisterkurs lohnt sich für Selbstständigkeit.
Zukunftsaussichten
Chancen
- Energiewende treibt PV-Ausbau – Dachdecker als Schlüsselhandwerk
- Massiver Fachkräftemangel – Stellen bleiben oft unbesetzt
- Sanierungspflicht für Altbauten schafft langfristigen Auftragsbestand
- Meisterbetrieb möglich – gutes Einkommenspotenzial selbstständig
Risiken
- Hohe körperliche Belastung und Absturzgefahr
- Wetterabhängige Arbeit – im Winter teils Kurzarbeit
- Einstiegsgehalt im unteren Bereich
Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Dachdecker tatsächlich?
Im Einstieg sind rund 27.000 € üblich, der Median liegt bei 38.000 €, erfahrene Fachkräfte erreichen 53.000 €. In Bayern und Baden-Württemberg liegen Durchschnittsgehälter bei 46.000–48.000 €, in Sachsen bei rund 29.000 €. Als Meister mit eigenem Betrieb und PV-Schwerpunkt sind sechsstellige Jahresumsätze keine Seltenheit – die Auftragslage ist durch Energiewende und Sanierungspflicht hervorragend.
Wie läuft die Ausbildung zum Dachdecker ab?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre und teilt sich in drei Fachrichtungen: Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Der Einstieg ist mit Hauptschulabschluss möglich, körperliche Fitness und Schwindelfreiheit sind aber Pflicht. Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten im Handwerk und liegt im dritten Lehrjahr oft über 1.400 €.
Was macht ein Dachdecker den ganzen Tag?
Der Alltag besteht aus Eindecken mit Ziegeln, Schiefer oder Bitumen, Verlegen von Dämmung und Abdichtungen, Montieren von Dachrinnen sowie zunehmend dem Aufbau von Photovoltaikanlagen. Dazu kommen Reparaturen, Flachdachabdichtungen, Gerüstbau und Materialplanung. Gearbeitet wird fast immer im Team auf der Baustelle, bei Wind und Wetter.
Wird der Dachdecker-Beruf durch Roboter ersetzt?
Praktisch ausgeschlossen – das KI-Risiko liegt bei nur 10 von 100, einer der niedrigsten Werte überhaupt. Jedes Dach ist anders geneigt, jedes Wetter, jeder Altbau bringt eigene Überraschungen. Drohnen helfen bei der Begutachtung, ersetzen aber weder die Handarbeit noch die Sicherheitsbeurteilung vor Ort.
Warum lohnt sich die Weiterbildung zum Solarteur besonders?
Die Energiewende macht PV-Montage zum lukrativsten Zusatzprofil im Dachhandwerk. Schon ein paar Wochen Zertifikatslehrgang reichen, um Solaranlagen montieren und in Betrieb nehmen zu dürfen – Stundensätze sind deutlich höher als beim klassischen Eindecken. Wer beides kann, hat in vielen Regionen Aufträge über Jahre hinaus.
Wie belastend ist die körperliche Arbeit wirklich?
Sehr belastend – Arbeit in der Höhe, schwere Materialien, jedes Wetter. Absturzgefahr ist real, deshalb sind Gerüst- und Sicherungstraining Pflicht. Im Winter führt Wetterabhängigkeit teilweise zu Kurzarbeit. Wer die körperliche Komponente verträgt, hat dafür einen extrem sicheren Beruf mit Meisterperspektive und überdurchschnittlichem Handwerkergehalt.
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