Symbolbild Handwerk: Hobel, Holzspäne und Messwerkzeuge auf einer Werkbank.KI-generiertes Symbolbild.

Zimmerer / ZimmerinGehalt, Ausbildung und Berufsperspektiven 2026

Als Zimmerer baust du aus Holz Dachstühle, Wände und ganze Häuser. Hier lernst du die Arbeit zwischen Werkstatt und Baustelle kennen und erfährst, wie Ausbildung und Gehalt aussehen.

HandwerkHolzbauBaustelleKonstruktion

Gehalt unteres Viertel

39.792 €

Median-Gehalt

45.540 €

Gehalt oberes Viertel

51.492 €

Automatisierungsindex

35/100

Was macht ein Zimmerer?

Du möchtest mit Holz arbeiten und am Ende sehen, was du gebaut hast? Als Zimmerer begleitest du Bauteile von der Werkstatt bis zum fertigen Dachstuhl oder Holzhaus.

Auf der Baustelle wird aus einzelnen Balken ein Dachstuhl. Du setzt die vorbereiteten Teile mit deinem Team zusammen und sorgst dafür, dass die Verbindungen passen. Zuvor hast du Pläne gelesen, Maße geprüft und Holz bearbeitet. Je nach Betrieb baust du neue Holzhäuser, erweiterst bestehende Gebäude oder reparierst ältere Konstruktionen. Auch Dämmung und der Einbau von Bauelementen gehören dazu. Du siehst am fertigen Bauwerk, was aus deiner Arbeit entstanden ist.

Gehalt & Vergütung

Zimmerer verdienen typischerweise 3.795 Euro brutto im Monat. Eine Hälfte der erfassten Vollzeitbeschäftigten verdient weniger, die andere mehr. Die mittlere Hälfte liegt zwischen 3.316 und 4.291 Euro.

Die Zahlen beschreiben angestellte Fachkräfte. Bei einer Stelle lohnt sich auch der Blick auf Montagefahrten, Überstunden und den Wechsel zwischen Werkstatt und Baustelle. Ein Betrieb mit vorgefertigten Hauselementen organisiert die Arbeit anders als eine Zimmerei mit vielen Reparaturaufträgen. Wer einen eigenen Betrieb führt, bezahlt aus den Einnahmen auch Personal, Maschinen und Material.

Unteres Viertel

39.792 €

/ Jahr (brutto)

3.316 € / Monat

Oberes Viertel

51.492 €

/ Jahr (brutto)

4.291 € / Monat

Gehalt nach Region

Hessen
47.052 €
Baden-Württemberg
46.932 €
Bayern
46.932 €
Schleswig-Holstein
46.512 €
Niedersachsen
46.356 €
Nordrhein-Westfalen
46.296 €
Rheinland-Pfalz
45.288 €
Sachsen-Anhalt
36.780 €
Brandenburg
36.432 €
Sachsen
35.580 €

Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenjahr 2025. Erfasst sind sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte der Berufsgruppe Zimmerer (33322). Gewinne eigener Betriebe und gesonderte Meister- oder Ingenieurgehälter sind damit nicht beschrieben.

Ausbildungswege

Wenn du Zimmerer werden möchtest, lernst du das Handwerk in einer dualen Ausbildung. Hier erfährst du, wie sie abläuft und was du dafür mitbringen solltest.

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Im Betrieb lernst du, Holz zu bearbeiten, Verbindungen herzustellen und Konstruktionen aufzubauen. In der Berufsschule kommen die Grundlagen zum Planen und Berechnen dazu. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Für Ausbildungsstarts seit August 2026 gilt eine neue Ausbildungsordnung, die unter anderem das Bauen im Bestand stärker aufgreift.

Ein Praktikum mit Werkstatt und Baustelle zeigt dir die verschiedenen Seiten des Berufs. Du erlebst, wie ein Bauteil vorbereitet, transportiert und eingebaut wird. Dabei merkst du auch, wie dir Arbeit im Freien, Höhe und das Bewegen größerer Teile liegen.

Als Tarifbeispiel für das Baugewerbe nennt BERUFENET monatlich 1.122, 1.351 und 1.610 Euro brutto in den drei Ausbildungsjahren, Abruf Oktober 2026. Welche Vergütung du erhältst, steht im Ausbildungsvertrag. Später kannst du dich etwa zum Zimmerermeister weiterbilden. Ein Studium im Holzbau oder Bauingenieurwesen eröffnet einen eigenen Weg zu Planungsaufgaben.

Ausbildung3 Jahre

Zimmerer

Du lernst Holzkonstruktionen vorzubereiten und aufzubauen. Betrieb und Berufsschule verbinden Materialkenntnis, Zeichnungen und praktische Montage.

WeiterbildungJe nach Kursmodell

Zimmerermeister

Die Weiterbildung vertieft das Holzbauwissen und vermittelt Betriebsführung sowie die Organisation von Aufträgen und Ausbildung.

AusbildungsvergütungBrutto pro Monat
1. Ausbildungsjahr1.122,00 €
2. Ausbildungsjahr1.351,00 €
3. Ausbildungsjahr1.610,00 €

Belegtes Tarifbeispiel aus der BERUFENET-Referenz, Abruf Oktober 2026. Geltungsbereich und Stand stehen im Ausbildungsabschnitt; der individuelle Vertrag kann abweichen.

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Typische Aufgaben eines Zimmerers

Hier siehst du eine kleine Übersicht der Aufgaben, die dich als Zimmerer in der Werkstatt und auf der Baustelle erwarten.

Tragende Holzkonstruktionen auf der Baustelle montieren
Holz zuschneiden und Abbundverbindungen herstellen
Anschlüsse und vorhandene Bauteile prüfen
Dämmung und Bauelemente einbauen
Pläne, Maße und Materialbedarf abstimmen
Arbeitsplätze und Montageabläufe sicher vorbereiten

Wie verändern KI und Automatisierung den Beruf Zimmerer?

Unsere Analyse zeigt, welche Aufgaben Technik übernehmen kann und wie sich der Beruf dadurch verändern könnte.

Redaktionelle Einschätzung für die nächsten fünf bis zehn Jahre

Wie stark wird sich der Beruf verändern?

Deutliche Veränderungen

Einschätzung: In der Werkstatt können programmierte Anlagen Holz zuschneiden und Verbindungen fräsen. Wenn Planungsdaten direkt in diese Fertigung gelangen, wird weniger von Hand übertragen und ausgearbeitet. Für Zimmerer verschiebt sich ein Teil der Arbeit zur Vorbereitung der Bauteile und zur Abstimmung zwischen Planung, Werkstatt und Baustelle. Das könnte die Vorfertigung weiter stärken. Vor Ort müssen Anschlüsse zum vorhandenen Gebäude passen und die Bauteile gemeinsam montiert werden. Wir erwarten deshalb deutliche Veränderungen, die je nach Betrieb ganz unterschiedlich auf Werkstattarbeit und Montage verteilt sind.

Technische Aufgabenanalyse

Ein höherer Wert steht für mehr technisch übernehmbare Aufgaben. Die Prozentangaben darunter sind geschätzte Arbeitszeitanteile.

Automatisierungsindex: 35 von 100

heute automatisierbar25 %geschätzter Arbeitszeitanteil
teilweise automatisierbar20 %geschätzter Arbeitszeitanteil
kaum automatisierbar55 %geschätzter Arbeitszeitanteil
Typische Aufgaben eines Zimmerers und ihre technische Automatisierbarkeit
AufgabeZeitanteilEinstufung
Tragende Holzkonstruktionen auf der Baustelle montierenZeitanteil: 35 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Zimmerer passen vorbereitete Bauteile an die vorhandenen Anschlüsse an und montieren sie im Team. Dabei berücksichtigen sie die tatsächlichen Bedingungen auf der Baustelle.

Holz nach freigegebenen Abbunddaten zuschneiden und Verbindungen fräsenZeitanteil: 25 %heute automatisierbar
Beleg: Produktfunktion

Die Hundegger-Anlage führt vorbereitete Hölzer automatisch zu und bearbeitet sie nach den freigegebenen Daten mit Säge- und Fräswerkzeugen. Zimmerer wählen das Material aus und prüfen die Vorbereitung für die spätere Montage.

Anschlüsse und vorhandene Bauteile prüfenZeitanteil: 15 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

FARO BuildIT Construction vergleicht 3D-Aufnahmen mit der geplanten Geometrie und zeigt Maßabweichungen. Zimmerer prüfen zusätzlich den Zustand des Holzes und die Anschlüsse am Bauwerk.

Dämmung und Bauelemente einbauenZeitanteil: 10 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Dämmung und Bauelemente werden vor Ort zugeschnitten, eingepasst und befestigt. Ecken, Anschlüsse und vorhandene Untergründe bestimmen die praktische Ausführung.

Bearbeitungs- und Materialunterlagen aus Modellvorgaben vorbereitenZeitanteil: 5 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

CAMBIUM berechnet Bearbeitungsschritte aus Bauteildaten und stellt Produktionsberichte bereit. Zimmerer prüfen die Maße, das Material und die Anforderungen des Auftrags, bevor die Bearbeitung beginnt.

Pläne, Maße und Materialwahl mit Beteiligten abstimmenZeitanteil: 5 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Zimmerer besprechen Maße, Material und Ausführung mit den Beteiligten. Dabei verbinden sie die Planung mit dem Aufmaß und den Bedingungen am Gebäude.

Arbeitsplätze und Montageabläufe sicher vorbereitenZeitanteil: 5 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Das Team bereitet Zugänge, Arbeitsplätze und den Transport der Bauteile vor. Dazu gehört, die Montage unter den tatsächlichen Baustellenbedingungen sicher zu organisieren.

KI und Automatisierung im Berufsvergleich

Häufige Fragen

Was unterscheidet Zimmerer von Tischlern?

Zimmerer arbeiten vor allem an Holzkonstruktionen für Gebäude, etwa Dachstühlen und Holzrahmenwänden. Tischler, regional auch Schreiner genannt, fertigen beispielsweise Möbel, Türen und Innenausbauten. Beide arbeiten mit Holz, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Ein Praktikum zeigt dir, welche Arbeiten im jeweiligen Betrieb tatsächlich überwiegen.

Wie körperlich ist die Arbeit?

Du arbeitest mit größeren Bauteilen, auf Baustellen und teilweise in Höhe. Heben, Tragen, Wetter, Staub und Lärm gehören je nach Auftrag dazu. Hebezeuge und andere Hilfsmittel unterstützen die Arbeit. Wichtig sind sichere Abläufe und das Zusammenspiel im Team.

Welche Weiterbildung ist nach der Ausbildung möglich?

Ein klassischer Weg ist die Weiterbildung zum Zimmerermeister. Dabei vertiefst du Fachwissen und lernst mehr über Betriebsführung und die Organisation von Aufträgen. Wer stärker planen und berechnen möchte, kann bei erfüllten Zugangsvoraussetzungen auch ein Holzbau- oder Bauingenieurstudium in Betracht ziehen.

Arbeiten Zimmerer nur auf Baustellen?

Nein. Zur Arbeit gehören auch Vorbereitung und Fertigung in der Werkstatt. Dort werden Bauteile zugeschnitten und bearbeitet, teilweise mit programmierten Anlagen. Wie viel Zeit du in Werkstatt und Montage verbringst, hängt vom Betrieb und seinen Aufträgen ab.

Quellen und Datenstand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Wie wir Gehälter und den KI-Risiko-Score ermitteln, steht unter So arbeiten wir.

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