StartAlle BerufeSteuerfachangestellter

Steuerfachangestellter / Steuerfachangestellte

Recht & FinanzenAkademischStabilGut bezahltKI-Risiko: Mittel

Einstiegsgehalt

28.000 €

Median-Gehalt

42.000 €

Senior-Gehalt

58.000 €

KI-Risiko-Score

65/100

Überblick

Steuerfachangestellte unterstützen Steuerberater bei der Erstellung von Steuererklärungen, der Finanzbuchhaltung und dem Jahresabschluss. Sie arbeiten in Steuerkanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder Unternehmensinterna. Das Berufsbild bietet klare Karrierewege bis zum Steuerfachwirt oder Steuerberater.

Gehalt & Vergütung

Einstieg

28.000 €

/ Jahr (brutto)

Senior

58.000 €

/ Jahr (brutto)

Gehalt nach Region

Bayern / München
50.000 €
Baden-Württemberg
47.000 €
Hessen / Frankfurt
48.000 €
NRW
41.000 €
Berlin
39.000 €
Sachsen / Ost
32.000 €

Ausbildungswege

Ausbildung3 Jahre

Ausbildung Steuerfachangestellte/r

Dreijährige duale Ausbildung in Steuerkanzlei und Berufsschule. Inhalte: Buchführung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Lohnabrechnung und Jahresabschluss. Sehr begehrte Ausbildung mit geringen Abbruchquoten.

Weiterbildung2 Jahre (berufsbegleitend)

Steuerfachwirt

Aufstiegsfortbildung nach der Ausbildung. Vertiefung aller Steuerrechtsgebiete, Abschlüsse und Beratungsfelder. Berechtigt zur Übernahme komplexerer Mandate.

Studium6–8 Semester

Steuerrecht / BWL-Studium

Für den weiteren Karrieresprung zum Steuerberater ist ein Studium (BWL, Rechtswissenschaften) oder das Steuerberaterexamen der nächste Schritt.

BWL-Studium bei IU informieren →
Weiterbildung1–5 Tage

DATEV-Schulungen

Praxisrelevante Softwarekenntnisse für DATEV-Systeme sind in der Branche Standard. Kurse direkt von DATEV oder über externe Anbieter verfügbar.

Typische Aufgaben

Finanzbuchhaltung und Kontenabstimmung durchführen
Steuererklärungen (ESt, USt, GewSt) vorbereiten und erstellen
Jahresabschlüsse (Bilanz, GuV) miterstellen
Lohn- und Gehaltsabrechnungen berechnen
Mandantenkommunikation und Belege prüfen
Fristen überwachen und Steuerbescheide prüfen
DATEV und andere Steuersoftware bedienen

KI-Risiko-Analyse

KI-Risiko-Score: Steuerfachangestellter

Routineaufgaben wie Buchführung, Belegerfassung und standardisierte Steuererklärungen werden zunehmend durch KI-gestützte Tools automatisiert. Beratungskompetenz, Mandantenbeziehungen und komplexe Steuerfälle bleiben jedoch menschliche Domäne.

Routinetätigkeit

Soziale Kompetenz

Digitalisierung

65

von 100 · Mitteles KI-Risiko

Risikofaktor Routinetätigkeit: Rund 70% der Aufgaben sind repetitiv und regelbasiert – KI kann diese Routinetätigkeiten zunehmend übernehmen.

Risikofaktor Soziale Kompetenz: Moderate soziale Anforderungen bieten teilweisen Schutz. KI ergänzt, ersetzt aber nicht die menschliche Komponente (40/100).

Risikofaktor Digitalisierung: Digitale Tools und KI-Systeme dringen stark in diesen Berufsbereich ein (75/100) – Weiterqualifizierung ist entscheidend.

Empfehlung

Investiere in Beratungskompetenz und digitale Steuertools. Wer DATEV, Automatisierungslösungen und KI-Assistenten beherrscht, bleibt unverzichtbar – auch wenn einfache Buchungsroutinen wegfallen.

Zukunftsaussichten

Chancen

  • Dauerhafter Fachkräftemangel in Steuerkanzleien deutschlandweit
  • Klarer Karriereweg: Fachkraft → Steuerfachwirt → Steuerberater
  • Krisensicher – Steuern müssen immer bezahlt werden
  • Wachsendes Gehalt mit Berufserfahrung und Weiterbildung

Risiken

  • KI und Software automatisieren einfache Buchführungsaufgaben zunehmend
  • Hoher Arbeitsdruck zu Steuerfristzeiten (März–Mai)
  • Umfangreiches Fachwissen muss kontinuierlich aktualisiert werden
  • Einstiegsgehalt liegt unterhalb anderer kaufmännischer Berufe

Häufige Fragen

Ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten schwer?

Die dreijährige duale Ausbildung gilt als anspruchsvoll, aber gut machbar mit einem soliden Realschulabschluss. Wer Zahlen mag und sorgfältig arbeitet, kommt gut durch. Berufsschule und Kanzleiarbeit ergänzen sich: Buchführung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Lohnabrechnung und Jahresabschlüsse bilden den Kern. Die Abbruchquoten sind sehr gering – wer einsteigt, bleibt oft dabei.

Was genau macht ein Steuerfachangestellter – und was nicht?

Steuerfachangestellte erstellen Steuererklärungen (ESt, USt, GewSt), führen Finanzbuchhaltung durch, erstellen Lohnabrechnungen und arbeiten an Jahresabschlüssen mit. Was sie nicht dürfen: eigenständig steuerliche Beratung leisten oder Mandanten rechtlich vertreten – das bleibt dem Steuerberater vorbehalten. Die tägliche DATEV-Arbeit und Mandantenkommunikation gehören fest zum Berufsalltag.

Wie entwickelt sich das Gehalt mit mehr Erfahrung und Weiterbildung?

Der Einstieg nach der Ausbildung liegt bei rund 28.000 € jährlich. Mit 5–10 Jahren Erfahrung in einer gut zahlenden Kanzlei in Bayern oder Hessen sind 42.000–50.000 € realistisch. Wer den Steuerfachwirt (2 Jahre berufsbegleitend) draufsetzt, kommt auf bis zu 58.000 €. Die nächste Stufe – das Steuerberaterexamen – öffnet den Weg zu Selbstständigkeit und deutlich höheren Einkommen.

Welche Rolle spielt DATEV in diesem Beruf?

DATEV ist das Rückgrat nahezu jeder deutschen Steuerkanzlei. Wer DATEV nicht beherrscht, ist kaum vermittelbar – die Software steuert Buchführung, Lohnabrechnung, Jahresabschluss und die Kommunikation mit dem Finanzamt. Entsprechende DATEV-Zertifikate (z. B. DATEV-Bilanzbuchhalter) sind wertvolle Zusatzqualifikationen und werden von vielen Kanzleien finanziell gefördert.

Wie verändert KI die Arbeit in Steuerkanzleien?

Mit einem KI-Risiko-Score von 65/100 ist das Automatisierungspotenzial real: Belegerfassung per OCR, automatische Kontierung und Standard-Steuererklärungen werden zunehmend von Tools wie DATEV Belegtransfer, Taxdoo oder Kontist übernommen. Wer sich auf Mandantenberatung, komplexe Sachverhalte (Unternehmensverkauf, internationale Sachverhalte) und persönliche Beziehungspflege konzentriert, bleibt auch langfristig unverzichtbar.

Warum sind Abgabefristen im Steuerberaterberuf so stressig?

Steuerkanzleien arbeiten saisonal: Zwischen März und Mai – wenn Einkommensteuererklärungen für das Vorjahr fällig werden – ist der Druck enorm, Überstunden sind die Regel. Ähnliches gilt für Jahresabschluss-Saison im Winter. Wer in großen Kanzleien arbeitet, kann durch kluge Mandatsverteilung besser planen; in kleineren Kanzleien trägt jede Fachkraft mehr Verantwortung.

Ähnliche Berufe

Jetzt den nächsten Schritt machen

Empfehlung

IU Fernuniversität

BWL-Fernstudium mit Steuer-Schwerpunkt

Staatlich anerkannter B.Sc. BWL, flexibel neben dem Job – ideale Ergänzung zur Ausbildung.

Jetzt informieren →

* Affiliate-Link – wir erhalten ggf. eine Provision, für dich entstehen keine Kosten.

Empfehlung

Stepstone

Steuerfachangestellten-Jobs finden

Aktuelle Stellenangebote in Steuerkanzleien und Unternehmen deutschlandweit.

Jobs ansehen →

* Affiliate-Link – wir erhalten ggf. eine Provision, für dich entstehen keine Kosten.