Richter / RichterinGehalt, Ausbildung und Berufsperspektiven 2026

Als Richter hörst du unterschiedliche Seiten eines Rechtsstreits an und triffst eine begründete Entscheidung. Dafür gehören genaue Aktenarbeit und der Umgang mit Menschen zusammen. Hier erfährst du mehr über den Zugang zum Richteramt, den Gerichtsalltag und die Besoldung.

Staat & SicherheitRechtKI & Automatisierung

Einstiegsgehalt

Nicht ausgewiesen

Median-Gehalt

Nicht ausgewiesen

Senior-Gehalt

Nicht ausgewiesen

Automatisierungsindex

28/100

Was macht ein Richter?

Wie entsteht eine gerichtliche Entscheidung, wenn die Beteiligten einen Fall verschieden sehen? Hier lernst du die Arbeit eines Richters zwischen Akte und Verhandlung kennen.

Zwei Parteien schildern denselben Vorgang unterschiedlich. Du arbeitest dich in die Akte ein und klärst, welche Tatsachen für den Rechtsstreit wichtig sind. In der Verhandlung stellst du Fragen, hörst die Beteiligten an und setzt dich mit ihren Argumenten auseinander. Anschließend bewertest du die Beweise und wendest das Recht auf den Fall an. Die Gründe deiner Entscheidung müssen nachvollziehbar sein. Viel Arbeit geschieht deshalb auch außerhalb des Gerichtssaals. Je nach Gericht geht es etwa um private Streitigkeiten, Strafsachen oder Entscheidungen von Behörden.

Gehalt & Vergütung

Berufsrichter erhalten eine gesetzlich geregelte Besoldung. Wie hoch sie ausfällt, hängt unter anderem vom Dienstherrn, der Besoldungsgruppe und der Erfahrungsstufe ab. Einen allgemeinen mittleren Monatsverdienst weist unsere Gehaltsstatistik dafür nicht aus.

Richter im Richterverhältnis sind nicht die sozialversicherungspflichtigen Angestellten, deren Einkommen der Entgeltatlas erfasst. Deshalb verwenden wir solche Angestelltenwerte hier nicht als Richterbesoldung. Für eine konkrete Stelle ist die aktuelle Besoldungstabelle des Bundes oder des betreffenden Landes maßgeblich.

Beim Vergleichen gehören Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe zur genannten Zahl. Persönliche Zuschläge können hinzukommen. Die Angaben in einer Stellenausschreibung und die zuständige Personalstelle helfen, die Bezüge für die konkrete Stelle einzuordnen.

Einstieg

Nicht ausgewiesen

Senior

Nicht ausgewiesen

Gehalt nach Region

Der Entgeltatlas erfasst sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte, nicht die Besoldung für Berufsrichter im Richterverhältnis. Zugeordnete Angestelltenwerte werden nicht als Besoldungsmedian verwendet. Die Bezüge bestimmen sich nach dem Besoldungsrecht des Dienstherrn.

Der Entgeltatlas erfasst sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte, nicht die Besoldung für Berufsrichter im Richterverhältnis. Zugeordnete Angestelltenwerte werden nicht als Besoldungsmedian verwendet. Die Bezüge bestimmen sich nach dem Besoldungsrecht des Dienstherrn.

Ausbildungswege

Wenn du Richter werden möchtest, führt der reguläre Weg über ein Jurastudium mit erster Prüfung und den anschließenden Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung. Danach bewirbst du dich um die Aufnahme in den richterlichen Dienst.

Im Jurastudium lernst du, Gesetze auf Sachverhalte anzuwenden und unterschiedliche Auffassungen zu begründen. Die erste Prüfung verbindet einen universitären Schwerpunkt mit einer staatlichen Pflichtfachprüfung. Im anschließenden Referendariat lernst du unter anderem Gericht, Verwaltung und anwaltliche Arbeit aus der Praxis kennen.

Der reguläre Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre und endet mit der zweiten Staatsprüfung. Damit erwirbst du die Befähigung zum Richteramt. Die Einstellung ist ein weiterer Schritt. Anforderungen und Auswahlverfahren veröffentlichen die jeweiligen Justizverwaltungen.

Wenn dich der Beruf interessiert, kannst du bei einem Gerichtspraktikum oder einer öffentlichen Verhandlung beobachten, wie Fragen gestellt und unterschiedliche Darstellungen geklärt werden. Achte auch auf die Arbeit mit der Akte. Verhandlungen sind der sichtbare Teil eines Berufs, der viel Lesen und Schreiben verlangt.

StudiumStudium und Vorbereitungsdienst

Richter/Richterin

Das rechtswissenschaftliche Studium mit erster Prüfung und der Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung führen zur Befähigung zum Richteramt. Die Einstellung in den richterlichen Dienst folgt in einem eigenen Auswahlverfahren.

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Typische Aufgaben eines Richters

Diese Übersicht zeigt dir typische Aufgaben eines Richters bei der Vorbereitung, Durchführung und Entscheidung von Verfahren.

Akten und entscheidungserhebliche Tatsachen prüfen
Verhandlungen und Anhörungen leiten
Beweise und rechtliche Fragen bewerten
Entscheidungen begründen und formulieren
Verfahrensabläufe mit Geschäftsstelle abstimmen
Rechtsprechung fachlich recherchieren und einordnen

Wie verändern KI und Automatisierung den Beruf Richter?

Unsere Analyse zeigt, welche Aufgaben Technik übernehmen kann und wie sich der Beruf dadurch verändern könnte.

Redaktionelle Einschätzung für die nächsten fünf bis zehn Jahre

Wie stark wird sich der Beruf verändern?

Deutliche Veränderungen

Einschätzung: KI-Assistenz wird dafür erprobt, ähnlich gelagerte Gerichtsverfahren schneller vorzubereiten. Richter könnten dadurch umfangreiche Unterlagen leichter erschließen und wiederkehrende Fragen gezielter bearbeiten. Mehr Zeit würde auf die Punkte entfallen, in denen sich ein Fall tatsächlich unterscheidet. Anhörung und Beweiswürdigung verlangen die Auseinandersetzung mit den Beteiligten und ihren Angaben. Besonders bei vielen ähnlichen Verfahren dürfte sich die Arbeitsorganisation deutlich verändern, während individuelle Sachverhalte andere Prüfungsschritte erfordern.

Technische Aufgabenanalyse

Ein höherer Wert steht für mehr technisch übernehmbare Aufgaben. Die Prozentangaben darunter sind geschätzte Arbeitszeitanteile.

Automatisierungsindex: 28 von 100

heute automatisierbar0 %geschätzter Arbeitszeitanteil
teilweise automatisierbar55 %geschätzter Arbeitszeitanteil
kaum automatisierbar45 %geschätzter Arbeitszeitanteil
Typische Aufgaben eines Richters und ihre technische Automatisierbarkeit
AufgabeZeitanteilEinstufung
Akten und entscheidungserhebliche Tatsachen prüfenZeitanteil: 25 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Das OLG Karlsruhe beschreibt Aktenanalyse und Fallgruppenzuordnung in bestimmten Verfahren. Relevanz und Vollständigkeit werden im einzelnen Fall richterlich geprüft.

Verhandlungen und Anhörungen leitenZeitanteil: 25 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Richter leiten Verhandlungen und Anhörungen und klären Fragen mit den Beteiligten.

Rechtsargumente für die fachliche Bewertung aufbereitenZeitanteil: 5 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Beck-Noxtua strukturiert Informationen und Argumente für die juristische Prüfung. Maßgeblich bleiben die Quellen und der konkrete Sachverhalt.

Beweise würdigen und rechtliche Fragen richterlich entscheidenZeitanteil: 15 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Beweise und rechtliche Fragen werden anhand des einzelnen Verfahrens richterlich beurteilt.

Entscheidungen begründen und formulierenZeitanteil: 20 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Beck-Noxtua kann schriftliche Entwürfe vorbereiten. Die Begründung muss die tatsächlichen Gründe der richterlichen Entscheidung wiedergeben.

Verfahrensabläufe mit Geschäftsstelle abstimmenZeitanteil: 5 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Mit der Geschäftsstelle werden Termine und weitere Verfahrensschritte abgestimmt.

Rechtsprechung fachlich recherchieren und einordnenZeitanteil: 5 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Beck-Noxtua unterstützt die Suche nach Rechtsprechung und Kommentierung. Die Fundstellen werden im Original und im passenden Zusammenhang geprüft.

KI und Automatisierung im Berufsvergleich

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Richterstelle eine bestimmte Examensnote?

Die Anforderungen legen die zuständigen Justizverwaltungen fest. Sie können sich nach Dienstherrn und Ausschreibung unterscheiden. Informiere dich deshalb bei dem Land oder Bundesbereich, bei dem du dich bewerben möchtest.

Ist ein Richter den ganzen Tag im Gerichtssaal?

Nein. Akten lesen, Verhandlungen vorbereiten und Entscheidungen begründen nehmen ebenfalls viel Zeit ein. Wie sich diese Tätigkeiten verteilen, hängt vom Gericht und den Verfahren ab.

Welche Bereiche gibt es im Richterberuf?

Je nach Gericht bearbeitest du zum Beispiel Zivil-, Straf-, Verwaltungs-, Arbeits-, Sozial- oder Finanzsachen. Schon im Studium und Referendariat kannst du unterschiedliche Bereiche kennenlernen.

Was unterscheidet Richter und Rechtsanwalt?

Rechtsanwälte vertreten die Interessen ihrer Mandanten. Richter prüfen den Streit und entscheiden ihn anhand des Rechts. Für beide Berufe sind juristische Analyse und verständliche Begründungen wichtig.

Quellen und Datenstand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Wie wir Gehälter und den KI-Risiko-Score ermitteln, steht unter So arbeiten wir.

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