Kaufmann im Einzelhandel / Kauffrau im EinzelhandelGehalt, Ausbildung und KI-Risiko 2026
Kaufleute im Einzelhandel verdienen in der passenden Fachkraftstatistik im Median 2.976 € brutto im Monat. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Self-Checkout und Warenwirtschaft unterstützen Verkauf und Bestandsarbeit; persönliche Beratung und die Arbeit an der Verkaufsfläche bleiben enthalten. Der Aufgabenindex liegt bei 28 von 100.
Gehalt unteres Viertel
29.580 €
Median-Gehalt
35.712 €
Gehalt oberes Viertel
44.976 €
KI-Risiko-Score
28/100
Überblick
Kaufleute im Einzelhandel beraten Kunden, verkaufen Waren und kümmern sich um Bestand und Verkaufsfläche. Sie prüfen Lieferungen, bearbeiten Bestellungen und Rückgaben und führen Kassen- und Inventuraufgaben aus. Der Arbeitsmix hängt vom Sortiment und der Organisation des Geschäfts ab.
Gehalt & Vergütung
Der Monatsmedian beträgt 2.976 € brutto; die mittlere Hälfte der Vollzeitentgelte reicht von 2.465 € bis 3.748 €. Das ist die Fachkraftgruppe im Einzelhandel. Eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung oder Filialleitung ist damit nicht gleichgesetzt.
Bei einem Stellenangebot sollten Sortiment, tarifliche Eingruppierung, Wochenstunden und Zuschläge zusammen betrachtet werden. Teilzeitvergütung lässt sich erst mit der vereinbarten Arbeitszeit sinnvoll vergleichen. Verantwortung für eine Filiale oder ein größeres Team ist ein eigener Aufgabenbereich.
Unteres Viertel
29.580 €
/ Jahr (brutto)
2.465 € / Monat
Median
35.712 €
/ Jahr (brutto)
2.976 € / Monat
Oberes Viertel
44.976 €
/ Jahr (brutto)
3.748 € / Monat
Gehalt nach Region
Die Werte stammen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe Kaufmann/-frau - Einzelhandel (Klassifikation der Berufe 62102) und gelten für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit (Datenjahr 2025, bundesweit rund 271.572 Beschäftigte). Fachkraftgruppe Einzelhandel; keine Statistik für Betriebswirte oder Filialleitung.
Ausbildungswege
Die anerkannte duale Ausbildung zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau im Einzelhandel dauert drei Jahre. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Kundenberatung, Warenprozesse und kaufmännische Steuerung werden in Betrieb und Berufsschule gelernt.
Ein Beispiel für Bayern nennt mit Stand September 2026 monatlich 1.140, 1.260 und 1.410 Euro brutto in den drei Ausbildungsjahren. Die konkrete Vergütung steht im Ausbildungsvertrag und hängt unter anderem von Tarifbindung ab. Ein Praktikum sollte Beratung, Kasse, Wareneingang und Verkaufsfläche umfassen; die spätere Arbeit besteht aus mehr als einem dieser Bereiche.
Kaufmann/-frau im Einzelhandel
Duale Ausbildung; Sortiment, Abteilungen und tatsächliche Beratungspraxis des Betriebs in die Wahl einbeziehen.
| Ausbildungsvergütung | Brutto pro Monat |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.140,00 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.260,00 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.410,00 € |
Beispiel Einzelhandel Bayern, ver.di, Stand September 2026; monatlich brutto, Tarifbindung und Ausbildungsvertrag prüfen.
Typische Aufgaben
KI-Risiko-Analyse
Der Aufgabenindex beträgt 28 von 100. Self-Checkout übernimmt Teile der Bezahlung, RFID Teile der Erfassung geeigneter Waren und Dispositionssysteme erzeugen Nachbestellvorschläge. Kennzeichnung, Warenart und Filialtechnik bestimmen, wo diese Funktionen nutzbar sind.
Persönliche Produktberatung und praktische Warenarbeit stehen daneben. Bei einem Ausbildungsbetrieb lohnt die Frage, ob Kasse und Disposition zentralisiert sind und wie viel Beratung die Beschäftigten tatsächlich übernehmen. Der Index beschreibt diesen geschätzten Aufgabenmix und keine gemessene Zeitersparnis jeder Filiale.
KI-Risiko-Score: Kaufmann im Einzelhandel
Bezahlung und Datenverarbeitung sind teilweise unterstützt. Beratung, Warenpräsentation und konkrete Kundenkonflikte bleiben im Verkaufsalltag.
von 100 · Niedriges KI-Risiko
So setzt sich der Score zusammen
Beleg: Redaktionelle Einordnung
Beratung klärt den konkreten Wunsch, zeigt Produkte und beantwortet Rückfragen im Geschäft. Die automatisierte Bezahlung übernimmt diese Produkterklärung nicht.
Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Kaufmann/-frau - Einzelhandel, Tätigkeiten und berufliche Zugänge, inhaltlich geprüft am 15. Oktober 2026, Abruf Oktober 2026Beleg: Assistenz
Self-Checkout verlagert Scannen und Bezahlen an Kunden. Der Arbeitsblock enthält außerdem Hilfe bei Ausnahmen und andere Kassenfälle; er wird deshalb nicht als vollständig übernommen bewertet.
GK Software: Self-Checkout mit Kundenscanning und ergänzender ErkennungstechnikBeleg: Assistenz
RFID kann passend gekennzeichnete Waren beim Eingang erfassen. Zustand, Abweichungen und tatsächliche Annahme bleiben praktische Prüfung; die Funktion setzt geeignete Kennzeichnung und Infrastruktur voraus.
Zebra: RFID-gestützte Warenerfassung und BestandsführungBeleg: Redaktionelle Einordnung
Ware muss ausgepackt, an den richtigen Platz gebracht und für die konkrete Fläche präsentiert werden. Ein digitaler Bestandsvorschlag übernimmt diese Handgriffe im Geschäft nicht.
Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Kaufmann/-frau - Einzelhandel, Tätigkeiten und berufliche Zugänge, inhaltlich geprüft am 15. Oktober 2026, Abruf Oktober 2026Beleg: Assistenz
RELEX erzeugt Bestellvorschläge im Lebensmitteleinzelhandel. Die örtliche Prüfung von Mengen und Ausnahmen bleibt enthalten; ein anderes Sortiment kann andere Voraussetzungen haben.
RELEX: Nachfrageprognosen und automatische Bestellvorschläge im LebensmitteleinzelhandelBeleg: Redaktionelle Einordnung
Mangel, Kaufbeleg und Kundenwunsch müssen im konkreten Rückgabefall zusammengebracht werden. Das technische Rückbuchen allein löst diese Klärung nicht.
Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Kaufmann/-frau - Einzelhandel, Tätigkeiten und berufliche Zugänge, inhaltlich geprüft am 15. Oktober 2026, Abruf Oktober 2026Beleg: Assistenz
RFID unterstützt die erneute Bestandserfassung geeigneter markierter Artikel. Das ist ein späterer Kontrollvorgang, keine zweite Bewertung desselben Wareneingangsscans. Ursachen von Differenzen bleiben zu prüfen.
Zebra: RFID-gestützte Warenerfassung und BestandsführungDie Prozentwerte sind der geschätzte Anteil an der Arbeitszeit. Heute automatisierbare Aufgaben zählen voll, teilweise automatisierbare zur Hälfte, kaum automatisierbare gar nicht. Daraus ergibt sich der redaktionelle Automatisierungsindex von 28 von 100. Die Gewichtung zur Hälfte ist eine Modellannahme, keine gemessene Zeitersparnis. Der Index ist keine Wahrscheinlichkeit des Arbeitsplatzverlusts. Softwareunterstützung und Pilotbetrieb belegen keine vollständige Automatisierung. Details unter So arbeiten wir. Quellenprüfung: Oktober 2026.
Mögliche Szenarien
Redaktionelle Einschätzungen dazu, wie sich die Arbeit verändern könnte.
An Self-Checkout-Kassen mehr Ausnahmen betreuen
Bei mehr Selbstbedienung könnten Beschäftigte mehrere Bezahlvorgänge begleiten, statt jede Position selbst zu scannen. Fehlende Artikelcodes und besondere Kundenfragen würden stärker in den Vordergrund rücken.
Bestellvorschläge mit dem Regalbestand abgleichen
Enger verbundene Bestandsdaten könnten die erste Mengendisposition unterstützen. Ob Artikel beschädigt, falsch einsortiert oder tatsächlich ausverkauft sind, müsste im Geschäft geprüft werden.
Lerne sowohl den Warenfluss als auch das Kundengespräch kennen und prüfe selbst, wie digitale Bestände und der tatsächliche Regalbestand zusammenpassen.
Zukunftsaussichten
Chancen
- Verkaufs- und Warenkenntnisse können in unterschiedlichen Sortimenten genutzt werden
- Beratung und praktische Warenprozesse bieten verschiedene Schwerpunkte im Betrieb
Risiken
- Arbeitszeiten richten sich nach Öffnung und Warenanlieferung
- Automatisierte Bestände sind auf korrekte Erfassung und geklärte Differenzen angewiesen
Quellen und Datenstand
- Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Kaufmann/-frau - Einzelhandel, Tätigkeiten und berufliche Zugänge, inhaltlich geprüft am 15. Oktober 2026, Abruf Oktober 2026
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Kaufmann/-frau - Einzelhandel (Klassifikation der Berufe 62102), Median und Quartile bundesweit und je Bundesland, Abruf Oktober 2026
- GK Software: Self-Checkout mit Kundenscanning und ergänzender Erkennungstechnik
- Zebra: RFID-gestützte Warenerfassung und Bestandsführung
- RELEX: Nachfrageprognosen und automatische Bestellvorschläge im Lebensmitteleinzelhandel
Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Wie wir Gehälter und den KI-Risiko-Score ermitteln, steht unter So arbeiten wir.
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