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Hörakustiker / Hörakustikerin

Gesundheit & PflegeSehr gefragtStabilHandwerklichKI-Risiko: Niedrig

Einstiegsgehalt

24.000 €

Median-Gehalt

35.000 €

Senior-Gehalt

50.000 €

KI-Risiko-Score

30/100

Überblick

Hörakustiker passen Hörgeräte individuell an Kunden an, beraten zu Hörlösungen und fertigen Ohrpassstücke. Sie führen Hörtests durch, betreuen Kunden langfristig und arbeiten eng mit HNO-Ärzten zusammen. Angesichts der alternden Gesellschaft ist die Nachfrage nach qualifizierten Hörakustikern dauerhaft hoch.

Gehalt & Vergütung

Einstieg

24.000 €

/ Jahr (brutto)

Senior

50.000 €

/ Jahr (brutto)

Gehalt nach Region

Bayern / München
44.000 €
Baden-Württemberg
42.000 €
Hessen / Frankfurt
40.000 €
NRW
34.000 €
Berlin
33.000 €
Sachsen / Ost
27.000 €

Ausbildungswege

Ausbildung3 Jahre

Ausbildung Hörakustiker/in

Dreijährige duale Ausbildung in Fachgeschäft und Berufsschule. Inhalte: Audiometrie, Hörgerätetechnik, Otoplastik, Beratung und kaufmännische Grundlagen.

Weiterbildung1–2 Jahre

Hörakustikmeister

Meisterprüfung für eigenen Betrieb, Ausbildungsberechtigung und Führungspositionen in größeren Ketten.

Studium6–7 Semester

B.Sc. Hörakustik / Audiologie

Akademischer Weg für Forschung, Produktentwicklung oder klinische Audiologie. An wenigen deutschen Hochschulen verfügbar (z. B. Lübeck, Aalen).

Typische Aufgaben

Hörtests und audiologische Messungen durchführen
Hörgeräte anpassen, programmieren und kontrollieren
Ohrpassstücke (Otoplastiken) abnehmen und fertigen
Kunden umfassend zu Hörlösungen beraten
Langfristige Nachsorge und Feinabstimmung sicherstellen
Mit HNO-Ärzten und Krankenkassen zusammenarbeiten
Kassenversorgungen und Privatleistungen abrechnen

KI-Risiko-Analyse

KI-Risiko-Score: Hörakustiker

KI-gestützte Hörgeräte passen sich automatisch an – das stärkt aber eher den Hörakustiker, der diese Technologie betreut. Individuelle Anpassung, Beratung und die manuelle Otoplastik-Fertigung sind nicht automatisierbar.

Routinetätigkeit

Soziale Kompetenz

Digitalisierung

30

von 100 · Niedriges KI-Risiko

Risikofaktor Routinetätigkeit: Der Routineanteil ist gering (25/100) – die Tätigkeit erfordert Urteilsvermögen, das KI nicht ersetzen kann.

Risikofaktor Soziale Kompetenz: Starker Sozialbedarf schützt diesen Beruf vor KI-Verdrängung – persönliche Interaktion ist ein Kernwert (20/100 Risikoexposition).

Risikofaktor Digitalisierung: Digitalisierungseinfluss bisher gering (35/100) – physische Präsenz oder spezialisiertes Handeln schützt den Beruf.

Empfehlung

Spezialisierung auf Tinnitus-Therapie, kindliche Hörversorgung oder Premium-Hörgeräte-Anpassung bietet überdurchschnittliche Einkommensmöglichkeiten.

Zukunftsaussichten

Chancen

  • Alternde Gesellschaft: Schwerhörigkeit nimmt mit dem Alter stark zu
  • Massiver Fachkräftemangel in der Branche
  • Selbstständigkeit mit eigenem Fachgeschäft gut realisierbar
  • Premium-Markt für hochwertige Hörgeräte wächst

Risiken

  • Einstiegsgehalt in der Ausbildung relativ niedrig
  • Samstagsarbeit ist in vielen Fachgeschäften üblich
  • Krankenkassenverhandlungen und bürokratischer Abrechnungsaufwand
  • Großketten (KIND, Fielmann Hören) verdrängen kleine Fachgeschäfte

Häufige Fragen

Was verdient ein Hörakustiker?

Im Einstieg verdienen Hörakustiker rund 24.000 € pro Jahr, der Median liegt bei 35.000 €. Mit Meisterbrief oder eigenem Fachgeschäft sind bis zu 50.000 € möglich. Bayern (44.000 €) und Baden-Württemberg (42.000 €) zahlen am besten, in Sachsen liegen die Gehälter bei rund 27.000 €.

Wie wird man Hörakustiker?

Hauptweg ist die 3-jährige duale Ausbildung in einem Fachgeschäft und der Berufsschule. Inhalte sind Audiometrie, Hörgerätetechnik und Otoplastik. Aufstieg ist über den Hörakustikmeister möglich, alternativ gibt es ein Bachelor-Studium in Hörakustik/Audiologie an Hochschulen wie Lübeck oder Aalen.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Hörakustikers aus?

Hörakustiker führen Hörtests durch, passen Hörgeräte individuell an und fertigen Ohrpassstücke (Otoplastiken). Sie beraten Kunden zu Hörlösungen, kümmern sich um die langfristige Nachsorge und arbeiten eng mit HNO-Ärzten und Krankenkassen zusammen.

Ist Hörakustiker ein Zukunftsberuf?

Ja. Die alternde Gesellschaft sorgt für eine stark wachsende Nachfrage, und der Fachkräftemangel ist massiv. Belastend sind das niedrige Einstiegsgehalt in der Ausbildung sowie die zunehmende Marktkonzentration durch Großketten wie KIND und Fielmann Hören.

Wie hoch ist das KI-Risiko bei Hörakustikern?

Mittel – der KI-Risiko-Score liegt bei 30/100. KI-gestützte Hörgeräte passen sich zunehmend automatisch an, doch die initiale Anpassung, individuelle Beratung und die manuelle Otoplastik-Fertigung bleiben menschliche Kernaufgaben.

Wo arbeiten Hörakustiker?

Typische Arbeitgeber sind Hörakustik-Fachgeschäfte (KIND, Fielmann Hören, Geers), Kliniken sowie Hörgerätehersteller wie Sivantos oder Phonak. Selbstständigkeit mit eigenem Fachgeschäft ist eine etablierte Karriereoption.

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