KI-generiertes Symbolbild.Zahnarzt / ZahnärztinGehalt, Ausbildung und Berufsperspektiven 2026
Als Zahnarzt hilfst du Menschen, ihre Zähne gesund zu erhalten und wieder gut kauen zu können. Hier erfährst du, wie Behandlung und Beratung zusammengehören, wie du in den Beruf kommst und was du verdienen kannst.
Gehalt unteres Viertel
50.472 €
Median-Gehalt
73.824 €
Gehalt oberes Viertel
93.540 €
Automatisierungsindex
19/100
Was macht ein Zahnarzt?
Du interessierst dich für Medizin und möchtest praktisch mit den Händen arbeiten? Hier lernst du den Alltag eines Zahnarztes zwischen Untersuchung, Behandlung und Beratung kennen.
Ein Patient kommt mit Schmerzen, ein anderer zur Kontrolle. Du untersuchst Zähne und Zahnfleisch und besprichst, was behandelt werden sollte. Dabei erklärst du Möglichkeiten so, dass der Patient eine Entscheidung treffen kann. Anschließend versorgst du etwa einen geschädigten Zahn mit einer Füllung. Bei Zahnersatz planst du die Versorgung mit dem zahntechnischen Labor und prüfst, ob das Ergebnis im Mund passt. Zur Behandlung gehören auch Vorbeugung und Nachkontrolle. Du arbeitest dabei eng mit den Mitarbeitenden der Praxis zusammen und lernst, Menschen mit sehr unterschiedlichen Fragen und Ängsten zu begleiten.
Gehalt & Vergütung
Angestellte Zahnärzte verdienen typischerweise 6.152 Euro brutto im Monat. Eine Hälfte der erfassten Vollzeitbeschäftigten verdient weniger, die andere mehr. Die mittlere Hälfte liegt zwischen 4.206 und 7.795 Euro.
Die Zahlen stammen aus dem Entgeltatlas für 2025 und beschreiben angestellte Zahnärzte. Bei einer Stelle zählen neben den Wochenstunden auch Erfahrung, Aufgaben und die vereinbarte Vergütung. Manche Praxen verbinden ein festes Gehalt mit einer Umsatzbeteiligung. Dann ist wichtig, auf welche Einnahmen sich diese Beteiligung bezieht.
Eine eigene Praxis hat ein anderes Finanzierungsmodell. Aus ihren Einnahmen werden unter anderem Personal, Material und Räume bezahlt. Was danach als Gewinn übrig bleibt, lässt sich deshalb nicht mit dem Umsatz oder einem Angestelltengehalt gleichsetzen.
Unteres Viertel
50.472 €
/ Jahr (brutto)
4.206 € / Monat
Median
73.824 €
/ Jahr (brutto)
6.152 € / Monat
Oberes Viertel
93.540 €
/ Jahr (brutto)
7.795 € / Monat
Gehalt nach Region
Die Werte stammen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe Zahnarzt/-ärztin (Klassifikation der Berufe 81474) und gelten für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit (Datenjahr 2025, bundesweit rund 15.948 Beschäftigte). Für einzelne Bundesländer liegt kein verwendbarer Medianwert vor.
Ausbildungswege
Wenn du Zahnarzt werden möchtest, führt dein Weg über das Zahnmedizinstudium. Hier erfährst du, wie du dich auf die Arbeit am Patienten vorbereitest.
Das Zahnmedizinstudium hat eine Regelstudienzeit von fünf Jahren und sechs Monaten. Du lernst, wie Zähne, Mund und Kiefer aufgebaut sind und wie Erkrankungen untersucht und behandelt werden. Neben den naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen übst du Behandlungsschritte praktisch, bevor du unter Anleitung an Patienten arbeitest.
Zur Ausbildung gehören auch Erste Hilfe, ein einmonatiger Pflegedienst und eine vierwöchige Famulatur, also ein Praktikum. Die Zahnärztliche Prüfung besteht aus drei Abschnitten. Nach dem erfolgreichen Abschluss beantragst du die Approbation, die staatliche Erlaubnis zur Berufsausübung.
Die Bewerbung um einen Studienplatz läuft über Hochschulstart. Neben der Abiturnote können je nach Auswahlverfahren weitere Kriterien wie ein Studieneignungstest zählen. Eine allgemeingültige Zulassungsnote gibt es deshalb nicht. Bei einer Hospitation in einer Praxis kannst du vorab erleben, wie dir genaues Arbeiten auf kleinem Raum und der Kontakt zu Patienten liegen.
Zahnmedizin mit Zahnärztlicher Prüfung
Im Studium verbindest du medizinische Grundlagen mit praktischen Behandlungsübungen und Patientenversorgung unter Anleitung. Nach der Zahnärztlichen Prüfung führt die Approbation in die Berufsausübung.
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Typische Aufgaben eines Zahnarztes
Diese Übersicht zeigt dir, welche Aufgaben dich als Zahnarzt in der Behandlung und im Praxisalltag erwarten.
Wie verändern KI und Automatisierung den Beruf Zahnarzt?
Unsere Analyse zeigt, welche Aufgaben Technik übernehmen kann und wie sich der Beruf dadurch verändern könnte.
Redaktionelle Einschätzung für die nächsten fünf bis zehn Jahre
Wie stark wird sich der Beruf verändern?
Einschätzung: KI kann Auffälligkeiten auf zahnmedizinischen Röntgenbildern markieren. Dadurch verändert sich, wie Zahnärzte Bilder auswerten und Befunde mit Patienten besprechen. Ein verdächtiger Bereich lässt sich gezielter betrachten und mit der Untersuchung im Mund verbinden. Digitale Auswertung dürfte so enger in die Behandlungsplanung eingebunden werden. Das praktische Vorgehen richtet sich weiterhin nach dem tatsächlichen Zustand des Zahns und den Möglichkeiten einer passenden Versorgung.
Technische Aufgabenanalyse
Ein höherer Wert steht für mehr technisch übernehmbare Aufgaben. Die Prozentangaben darunter sind geschätzte Arbeitszeitanteile.
Automatisierungsindex: 19 von 100
| Aufgabe | Zeitanteil | Einstufung |
|---|---|---|
| Zahnmedizinische Behandlungen und Eingriffe durchführen | Zeitanteil: 40 % | kaum automatisierbar |
Beleg: Redaktionelle EinordnungZahnärzte behandeln Zähne und umliegendes Gewebe und passen ihr Vorgehen an den Eingriffsverlauf an. Dazu gehören etwa das Vorbereiten eines Zahns und das Einsetzen einer Versorgung. | ||
| Patienten untersuchen und Diagnosen verantworten | Zeitanteil: 20 % | teilweise automatisierbar |
Beleg: AssistenzPearl Second Opinion markiert bestimmte mögliche Befunde auf geeigneten Röntgenbildern. Zahnärzte vergleichen die Hinweise mit der klinischen Untersuchung und ordnen sie für den Patienten ein. | ||
| Behandlungswege erklären und Einwilligung klären | Zeitanteil: 15 % | kaum automatisierbar |
Beleg: Redaktionelle EinordnungZahnärzte erklären Befund, Behandlungswege und Risiken und beantworten persönliche Fragen. So können Patienten verstehen, welcher Behandlung sie zustimmen. | ||
| Behandlungsplanung und Verlauf fachlich kontrollieren | Zeitanteil: 10 % | teilweise automatisierbar |
Beleg: AssistenzChairsideCAD erstellt aus geeigneten Scans Formvorschläge für Zahnersatz. Zahnärzte beurteilen, ob die geplante Versorgung zur Untersuchung und zur Situation im Mund passt. | ||
| Abrechnungsunterlagen erstellen und Angaben prüfen | Zeitanteil: 8 % | teilweise automatisierbar |
Beleg: AssistenzDS-Win prüft angelegte Abrechnungen mit automatischen Prüfmodulen und zeigt Unstimmigkeiten. Die Praxis gleicht die Angaben mit den tatsächlich erbrachten Leistungen ab. | ||
| Mit Team und zahntechnischem Labor abstimmen | Zeitanteil: 7 % | kaum automatisierbar |
Beleg: Redaktionelle EinordnungZahnärzte besprechen mit Praxisteam und Labor Material, Form und Passung einer Versorgung. Nötige Änderungen werden gemeinsam für den konkreten Fall geklärt. | ||
Häufige Fragen
Wie lange dauert das Zahnmedizinstudium?
Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Zur Ausbildung gehören neben dem Studium Erste Hilfe, ein einmonatiger Pflegedienst, eine vierwöchige Famulatur und die Zahnärztliche Prüfung in drei Abschnitten. Nach dem Abschluss beantragst du die Approbation.
Brauche ich für Zahnmedizin ein Einser-Abitur?
Die Auswahl lässt sich nicht auf eine einzige Abiturnote reduzieren. Die Bewerbung läuft über Hochschulstart und verschiedene Auswahlquoten. Je nach Hochschule und Verfahren werden neben der Note weitere Kriterien berücksichtigt, beispielsweise ein Studieneignungstest. Prüfe die aktuellen Kriterien deiner Wunschhochschulen bei Hochschulstart.
Muss ich als Zahnarzt eine eigene Praxis eröffnen?
Nein. Du kannst auch als angestellter Zahnarzt arbeiten. Dann vereinbarst du Gehalt und Arbeitsbedingungen mit dem Arbeitgeber. Bei einer eigenen Praxis übernimmst du zusätzlich Aufgaben als Unternehmer, etwa Personalführung, Investitionen und laufende Betriebskosten.
Was unterscheidet Zahnarzt und Zahntechniker?
Zahnärzte untersuchen und behandeln Patienten. Zahntechniker fertigen im Labor beispielsweise Kronen, Brücken und Prothesen nach den Angaben der Praxis. Beide stimmen die Versorgung miteinander ab. Die Ausbildungswege unterscheiden sich: Zahnmedizin ist ein Studium, Zahntechnik ein eigener Ausbildungsberuf.
Quellen und Datenstand
- Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Zahnarzt/-ärztin, Tätigkeit, Zugang und Ausbildungsangaben, Abruf Oktober 2026
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Zahnarzt/-ärztin (Klassifikation der Berufe 81474), Median und Quartile bundesweit und je Bundesland, Abruf Oktober 2026
- ZApprO § 2: Zahnmedizinstudium und Regelstudienzeit
- ZHG § 1: Ausübung der Zahnheilkunde und Approbation
- KZBV: Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte
- Dampsoft DS-Win Online-Hilfe: Abrechnung anlegen, automatische Prüfmodule und Fehlerbearbeitung
- Pearl Second Opinion: Hinweise auf dentalen Röntgenaufnahmen
- exocad ChairsideCAD: automatische Restaurationsvorschläge und Anpassung
- Hochschulstart: Verfahrensdetails und Auswahlquoten für Zahnmedizin, Abruf Oktober 2026
Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Wie wir Gehälter und den KI-Risiko-Score ermitteln, steht unter So arbeiten wir.
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