Symbolbild Gesundheit und Pflege: Heller Behandlungsraum mit vorbereiteter Liege.KI-generiertes Symbolbild.

HebammeGehalt, Ausbildung und Berufsperspektiven 2026

Als Hebamme begleitest du Frauen und Familien während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Du verbindest fachliche Beobachtung mit praktischer Hilfe und persönlichen Gesprächen. Hier erfährst du mehr über Studium, Arbeitsfelder und Gehalt.

Gesundheit & PflegeSozialGesundheitsberuf

Gehalt unteres Viertel

49.860 €

Median-Gehalt

58.152 €

Gehalt oberes Viertel

65.136 €

Automatisierungsindex

7/100

Was macht eine Hebamme?

Wie verändert sich die Begleitung von der Schwangerschaft bis zu den ersten Wochen mit dem Kind? Hier bekommst du einen Einblick in die Arbeit einer Hebamme.

Bei einem Termin in der Schwangerschaft besprichst du, wie es der Frau geht und welche Fragen sie beschäftigen. Später kann die Begleitung einer Geburt oder ein Besuch im Wochenbett zu deiner Arbeit gehören. Du beobachtest Mutter und Kind, unterstützt bei der Versorgung und erklärst Zusammenhänge verständlich. Dabei arbeitest du je nach Situation eigenständig und mit weiteren Fachkräften zusammen. Nicht jede Hebamme ist in allen Bereichen gleichermaßen tätig. Gemeinsam ist den Arbeitsfeldern, dass du Menschen in einer besonders persönlichen Lebensphase fachlich begleitest.

Gehalt & Vergütung

Angestellte Hebammen verdienen typischerweise 4.846 Euro brutto im Monat. Eine Hälfte der erfassten Vollzeitbeschäftigten verdient weniger, die andere mehr. Die mittlere Hälfte liegt zwischen 4.155 und 5.428 Euro.

Die Entgeltatlas-Werte für 2025 gelten für sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte. Umsätze freiberuflicher Hebammen sind damit nicht vergleichbar, weil daraus noch Betriebskosten bezahlt werden.

Bei einer Anstellung helfen Tarif, Wochenstunden und Dienstmodell beim Vergleich. Kläre auch, welche Zulagen zusätzlich zur genannten Grundvergütung gezahlt werden.

Unteres Viertel

49.860 €

/ Jahr (brutto)

4.155 € / Monat

Oberes Viertel

65.136 €

/ Jahr (brutto)

5.428 € / Monat

Gehalt nach Region

Deutschland gesamt
58.152 €
Baden-Württemberg
60.516 €
Nordrhein-Westfalen
57.936 €

Die Werte stammen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für die Berufsgruppe Hebamme (Klassifikation der Berufe 81353) und gelten für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit (Datenjahr 2025, bundesweit rund 3.481 Beschäftigte). Für Bundesländer ohne Angabe weist die Statistik wegen zu geringer Fallzahlen keinen Wert aus.

Ausbildungswege

Wenn du Hebamme werden möchtest, führt der heutige reguläre Weg über ein duales Studium. Es dauert in Vollzeit sechs bis acht Semester und verbindet Hochschule mit praktischen Einsätzen.

Das Hebammengesetz regelt den Zugang und den Studienaufbau. Als schulische Grundlage kommt unter anderem eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung infrage, daneben gibt es bestimmte Zugänge über Pflegeabschlüsse. Hochschule und Praxiseinrichtung prüfen die konkreten Nachweise.

Zum Abschluss gehören Hochschulgrad und staatliche Prüfung. Für die Berufsbezeichnung brauchst du die entsprechende Erlaubnis. Während des Studiums ist eine monatliche Vergütung vorgesehen. Bei der Auswahl sind Praxisorte und die Begleitung während der Einsätze besonders interessant.

Studium6 bis 8 Semester in Vollzeit

Duales Hebammenstudium

Das duale Studium verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit Praxis in klinischen und ambulanten Bereichen. Hochschulabschluss, staatliche Prüfung und Berufserlaubnis gehören zum Berufsweg.

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Typische Aufgaben einer Hebamme

Diese Übersicht zeigt typische Aufgaben während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Geburten begleiten und den Verlauf fachlich überwachen
Schwangere und Wöchnerinnen untersuchen und betreuen
Neugeborene versorgen und Eltern praktisch anleiten
Stillen und individuelle Fragen persönlich besprechen
Bei Auffälligkeiten reagieren und Behandlungsteam hinzuziehen
Leistungen dokumentieren, abrechnen und Fahrtkosten erfassen

Wie verändern KI und Automatisierung den Beruf Hebamme?

Unsere Analyse zeigt, welche Aufgaben Technik übernehmen kann und wie sich der Beruf dadurch verändern könnte.

Redaktionelle Einschätzung für die nächsten fünf bis zehn Jahre

Wie stark wird sich der Beruf verändern?

Geringe Veränderungen

Einschätzung: Spezialisierte Praxissoftware bündelt Termine, Dokumentation und Abrechnung. Hebammen können damit die organisatorische Arbeit rund um Vorsorge und Nachbetreuung vereinfachen. Das dürfte besonders bei selbstständiger Tätigkeit Zeit zwischen den Besuchen sparen. Während einer Geburt oder bei der Untersuchung eines Neugeborenen bestimmt die konkrete Situation das Handeln. Die erwarteten Veränderungen liegen deshalb vor allem in der Begleitung und Organisation der praktischen Arbeit, weniger in deren vollständiger technischer Übernahme.

Technische Aufgabenanalyse

Ein höherer Wert steht für mehr technisch übernehmbare Aufgaben. Die Prozentangaben darunter sind geschätzte Arbeitszeitanteile.

Automatisierungsindex: 7 von 100

heute automatisierbar0 %geschätzter Arbeitszeitanteil
teilweise automatisierbar14 %geschätzter Arbeitszeitanteil
kaum automatisierbar86 %geschätzter Arbeitszeitanteil
Typische Aufgaben einer Hebamme und ihre technische Automatisierbarkeit
AufgabeZeitanteilEinstufung
Geburten begleiten und den Verlauf fachlich überwachenZeitanteil: 35 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Hebammen begleiten den tatsächlichen Geburtsverlauf und reagieren auf Veränderungen bei Mutter und Kind.

Antenatale CTG-Analysedaten vor der Geburt prüfenZeitanteil: 4 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Die Dawes-Redman-Auswertung unterstützt die vorgeburtliche CTG-Prüfung. Sie ist nicht für die Anwendung während der Geburt vorgesehen.

Schwangere und Wöchnerinnen praktisch untersuchen und betreuenZeitanteil: 16 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Untersuchung und Betreuung werden persönlich an der tatsächlichen Situation ausgerichtet.

Neugeborene versorgen und Eltern praktisch anleitenZeitanteil: 15 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Hebammen versorgen Neugeborene und zeigen Eltern praktische Handgriffe.

Stillen und individuelle Fragen persönlich besprechenZeitanteil: 10 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Stillfragen und Schwierigkeiten werden mit den Eltern persönlich besprochen.

Bei Auffälligkeiten reagieren und Behandlungsteam hinzuziehenZeitanteil: 10 %kaum automatisierbar
Beleg: Berufsanforderung

Bei Auffälligkeiten wird die Situation beurteilt und bei Bedarf das Behandlungsteam hinzugezogen.

Leistungen dokumentieren, abrechnen und Fahrtkosten erfassenZeitanteil: 10 %teilweise automatisierbar
Beleg: Assistenz

Hebamio prüft Abrechnungsangaben und berechnet Fahrtkosten. Tatsächlich erbrachte Leistungen und die Dokumentation werden abgeglichen.

KI und Automatisierung im Berufsvergleich

Häufige Fragen

Muss ich heute studieren, um Hebamme zu werden?

Der reguläre heutige Einstieg führt über das duale Hebammenstudium. Bestehende ältere Berufsabschlüsse sind davon zu unterscheiden. Ein Kurs zur Geburtsbegleitung ist kein Ersatz für die Berufserlaubnis.

Wird das Studium bezahlt?

Ja. Für das duale Hebammenstudium ist eine monatliche Vergütung gesetzlich vorgesehen. Die konkrete Höhe und die weiteren Bedingungen stehen im Vertrag.

Arbeiten Hebammen nur im Kreißsaal?

Nein. Auch Schwangerschaftsbegleitung und Wochenbettbetreuung gehören zu den Arbeitsfeldern. Je nach Stelle oder freiberuflichem Angebot setzt du unterschiedliche Schwerpunkte.

Quellen und Datenstand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Wie wir Gehälter und den KI-Risiko-Score ermitteln, steht unter So arbeiten wir.

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