Traumberufe

Fußball-Profi, Popstar und Topmodell sind Traumberufe, die Reichtum und Anerkennung versprechen. Doch sind das wirklich die entscheidenden Kriterien bei der Wahl des richtigen Berufes? Was aber macht einen Beruf tatsächlich zum Traumberuf? Gibt es ihn überhaupt und wenn ja, wie finde ich ihn?

Berufswahl: Bloß keinen Schnellschuss!

Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben ist die Wahl des künftigen Berufes. Doch ausgerechnet diese Entscheidung ist in einer Phase zu treffen, in der Jugendliche ihren Platz im Leben noch suchen, sich schnell für Dinge begeistern können und sich ebenso schnell von ihnen wieder abwenden. Also sind Schnellschüsse schon mal gar nicht gefragt.

Im Grunde verhält es sich mit der Wahl für den richtigen Beruf ähnlich der Entscheidung für den Partner fürs Leben: Kannst du dir vorstellen, den Rest deines Lebens in diesem Job – mit diesem Menschen – zu verbringen, regelmäßig Neues zu lernen, Kompromisse zu schließen und auch schwierige Zeiten zu meistern?

Im Normalfall verbringt ein Berufstätiger nahezu die Hälfte des Werktages mit den Kollegen in der Firma. Wenn dann der Job keinen Spaß macht, kann das Berufsleben schnell zur Belastung werden. Und das wünscht sich niemand. Deshalb sollten auch diese Fragen unbedingt Beachtung finden: Weshalb soll es ausgerechnet dieser Beruf sein? Verfüge ich über Kenntnisse und Fähigkeiten, um später in diesem Job erfolgreich zu arbeiten?

Bodenständigkeit ist angesagt

Generell wäre es schon toll, mit wenig Arbeit möglichst viel Geld zu verdienen. Doch wenn es so einfach wäre, könnte es jeder machen. Aber auch Bundesliga-Profis und Popstars müssen hart für ihren Erfolg arbeiten, und die Wirklichkeit sieht oft ganz anders aus, als es einschlägige Fernsehsendungen dem vorwiegend jungen Publikum vermitteln. Da aber nicht jeder der geborene Chartstürmer ist, gibt es immer noch genügend Menschen, die unsere Autos reparieren, Patienten behandeln, Obst und Gemüse verkaufen und trotzdem – oder gerade deshalb – glücklich sind in ihrem Beruf.

Fragt man Jungen und Mädchen nach ihren Berufswünschen, erhält man teils überraschende Antworten. Die von den Medien als Traumberufe suggerierten Jobs wie Fußball-Profi bzw. Musiker/Sänger rangieren eher auf den hinteren Plätzen. Bodenständigkeit ist angesagt. So entscheiden sich Mädchen heute für eher klassische Berufe und nennen Kauffrau / Bankkauffrau, Tierärztin / Tierpflegerin sowie Lehrerin als Berufswunsch. Bei den Jungs verhält es sich ähnlich, hier zählen Kfz-Mechaniker, Kaufmann / Bankkaufmann sowie handwerkliche Berufe zu den Favoriten.

Kriterien bei der Auswahl des künftigen Berufes

Bei der Entscheidung für den richtigen Beruf sollten zunächst die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen und eine ehrliche Analyse der eigenen Persönlichkeit erfolgen: Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Auch gesundheitliche Aspekte spielen eine Rolle. Daraus folgernd lassen sich mögliche Berufsbilder eingrenzen bzw. ausschließen.

Gespräche mit Freunden und Verwandten können ebenfalls hilfreich sein. Und dann sollte die mögliche Auswahl überprüft werden. Ein erster Schritt könnte ein Praktikum in einem Unternehmen sein. Einfach checken, ob der ins Auge gefasste Job hält, was er verspricht. Und dabei immer auch die persönliche Eignung berücksichtigen. Wer handwerklich gänzlich unbegabt ist, sollte sich nicht unbedingt in einer Tischlerei versuchen.

Der ganz persönliche Traumjob

Das spätere Berufsleben wird nicht jeden Tag Freude und Anerkennung bringen – leider. Doch entsprechend sorgfältig ausgewählt, kann im Grunde jeder Beruf zum Traumberuf werden: Wenn der Spaß am Job überwiegt und die eigenen Fähigkeiten eingebracht werden können.

Beruf finden

Quellen:


Weitere interessante Artikel: